Vor dem Spiel gegen RB Leipzig am Samstag (ab 18.30 Uhr) hat sich Bayern-Trainer Thomas Tuchel erstmals nach der angekündigten vorzeitigen Vertrags-Beendigung zu Wort gemeldet. Dabei stellte er klar, dass die aktuelle Krise nicht allein seine Schuld sei. Die Entscheidung schaffe aber Klarheit und Freiheit. Für den Rest der Saison werde er zudem keine Rücksicht mehr nehmen.
„Ich denke nicht, dass ich das einzige Problem bin“, erklärte Bayern-Trainer Thomas Tuchel bei der Pressekonferenz im Vorfeld des Spiels des Rekordmeisters gegen RB Leipzig. Das Gespräch über die Trennung im Sommer sei kurz, aber professionell abgelaufen. Es komme dabei nicht darauf an, was er persönlich sich erhofft hätte.
Dass er bis zum Ende der Saison noch Trainer der Bayern bleibt, sei aber ein klares Signal: „Es gibt keinen einzelnen Schuldigen an der aktuellen Situation. Keine einzelnen Spieler, aber auch nicht ich oder mein Team von Assistenten. Sonst würde ich heute nicht mehr auf der Trainerbank sitzen.“ Die jetzt gefällte Entscheidung bringe aber Klarheit und würde damit auch Freiheit für alle Beteiligten bedeuten.
Keine Rücksicht mehr
Auswirkung über seine Motivation entstünden so aber nicht: „Ich liebe diesen Sport. Die Umstände drumherum sind da egal. Wir wollen weiterhin den maximalen Erfolg. Egal wie meine Vertragssituation ausschaut, ich werde bis zum letzten Tag alles geben.“ Für den Erfolg wolle er aber keine Rücksicht mehr walten lassen.
Wenn der mangelnde Erfolg aber nur an mir liegt, dann wird ab Sommer ja alles gut!
Thomas Tuchel
Angesprochen auf das Verhältnis von Joshua Kimmich blockte Tuchel ab: „Josh ist ein extrem wichtiger Spieler. Manche Spieler haben einen engeren Draht zu den Trainern, andere nicht. Zuletzt konnte er nicht die entsprechende Leistung abrufen, aber wir haben gemeinsame Ziele.“ Die Tatsache, dass er immer noch hier sitze, zeige aber auch, dass es kein solches Zerwürfnis gebe, wie immer wieder spekuliert werde.
„Dann wird ja alles gut“
Nun gelte es, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Der Trainer kündigte an, hier strickte Entscheidungen zu treffen. Wenn ein Spieler dann nicht mehr 100 Prozent Einsatz zeige, sage das mehr über den Charakter des Spielers aus als über die Autorität des Trainers.
Auch wenn es ständig anderslautende Meldungen gebe, habe sich Tuchel in München immer wohlgefühlt: „Es gibt im Umfeld des Vereins wohl kaum eine Person, die sagen würde, dass ich mit Bayern nicht warmgeworden bin“, so Tuchel. Zum Abschluss schießt er noch eine Spitze hinterher: „Wenn der mangelnde Erfolg aber nur an mir liegt, dann wird ab Sommer ja alles gut!“
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