Auf ihren roten Pullover hatten zwei Betrüger einen Aufnäher mit einem roten Kreuz auf weißem Hintergrund gestickt. So wollten sie ihre Opfer zu Bargeld-Spenden überreden. Doch ein ehemaliger Rot-Kreuz-Bediensteter war sofort misstrauisch.
In den frühen Abendstunden läuteten am Montag in Klagenfurt-Waidmannsdorf zwei Männer an mehreren Wohnungstüren. „Die Männer trugen rote Pullover mit nachgemachten Aufnähern und gaben an, Spenden zu sammeln“, berichtet die Polizei.
„Täter nordafrikanischer Abstammung“
„Zumindest einer der Täter ist wahrscheinlich nordafrikanischer Abstammung, ist schlank und spricht gebrochenes Deutsch. Der zweite Täter hielt sich im Hintergrund.“ Auf den Pullovern fehlt aber die prägnante Aufschrift „Österreichisches Rotes Kreuz“.
Bei ihrer betrügerischen Spendensammlung trafen die beiden Männer aber auch auf einen ehemaligen Mitarbeiter des Roten Kreuzes, der sofort Verdacht schöpfte. „Der 64-jährige Klagenfurter erkannte an der unechten Uniform, dass es sich um Betrüger handelte. Als er den nordafrikanischen Mann nach einem Ausweis fragte, zeigte dieser nur ganz kurz ein undefinierbares Stück Plastik“, so die Polizei. „Daraufhin teilte er den Männern mit, dass er die Polizei verständigen würde.“ Als der 64-Jährige sein Handy holte, ergriffen die Betrüger die Flucht.
Rotes Kreuz informiert
Zum Glück waren auch die anderen Bewohner aufmerksam und niemand überreichte den Betrügern Geld. Die Polizei informierte gleich die Rettungsorganisation. „Echte Rote Kreuz Mitarbeiter sammeln zwar auch Spenden, jedoch führen diese ein Tablet mit sich und nehmen niemals Bargeld an. Die Spenden erfolgen in der Regel bargeldlos bzw. über Dauerauftrag“, heißt es seitens Rotes Kreuz Klagenfurt zu den Vorfällen.
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