Südsteirische Stadtgemeinde verpachtet ihr Erlebnisbad an Campingplatz-Betreiber. Eine Bürgerinitiative kämpft dagegen an, der Bürgermeister hält an dem Projekt fest.
Seit vergangenem Jahr machen Gerüchte die Runde, nun ist es fix vom Gemeinderat beschlossen: Die Stadt Mureck wird ihr Erlebnisbad an einen Campingplatz-Betreiber verpachten. Das bedeutet auch große Umbauarbeiten – und ist ein Dorn im Auge einer Bürgerinitiative, die sich rund um das Vorhaben formiert hat. Was befürchten die Bürger? „Für uns kommt die Situation einer Zerstörung des Schwimmbades gleich“, sagt Petra Leschanz. Erstens, weil man fürchtet, dass der Weg zur bekannten Schiffsmühle dann abgeschnitten wäre. Zweitens, weil „das Bad de facto abgerissen wird“.
Der Charme der historischen Gebäude würde damit völlig verloren gehen, so die Befürchtung. Weitere Bedenken: Das Bad wäre dann vor allem für Campinggäste, aber nicht für Bewohner verfügbar. „Es herrscht Entsetzen“, sagt Leschanz.
Wir haben viel Zeit und Energie investiert in diese Lösung. Mit dem Pachtgeld können wir viele Projekte umsetzen.
Klaus Strein
Bürgermeister Klaus Strein (Bürgerliste) will an der Pacht-Lösung festhalten. „Wir hängen sehr an unserem Bad, aber mit dem Geld können wir Schulen sanieren und die Nachmittagsbetreuung ausbauen.“
Die Gebäude würden keine wertvolle historische Substanz darstellen. Die Leistung werde außerdem nicht geschmälert. Nach der diesjährigen Badesaison sollen die Bagger auffahren.
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