Oberösterreichs stärkste Familie wird nicht satt: Bei den Mannschaftsmeisterschaften in Linz-Auwiesen soll sich die Titelsammlung der Modreys weiter vergrößern.
Die Modreys sind die wohl erfolgreichste Gewichtheber-Familie Österreichs. Clan-Chef Manfred Modrey (66) ist als Urgroßvater noch heute bei Masters-Turnieren und als Referee tätig. „Aufhören tue ich erst dann, wenn alle meine Nachkommen besser sind als ich. Ich wollte eigentlich Fußballer werden und habe bei Neue Heimat gespielt. Aber es hat mich genervt, dass ich immer nass und dreckig geworden bin. Dann habe ich bei Voest mit Gewichtheben begonnen und war schon nach drei Monaten erfolgreich. Außerdem hat’s Medaillen und Würstel gegeben – das hat mir gefallen“, erzählt der Gründer der Dynastie. Der heute 41-jährige Manuel wurde ebenfalls mit dem Virus infiziert, dessen Sohn Luca (18) ist aktuell Sportsoldat beim Bundesheer und trainiert im Olympiazentrum auf der Linzer Gugl. „Paris kommt noch zu früh für ihn, aber er ist ein heißes Eisen für Olympia 2028“, ist Manfred überzeugt, für den „Sport immer mein Leben war.“
Mehr als sein Gewicht
Für seine große Leidenschaft verzichtet der ausgebildete Elektrospannungstechniker Luca sogar auf viel Geld, indem er sich vorerst bis 2028 rein aufs Gewichtheben fokussiert. „Im Gewichtheben sind Entbehrungen an der Tagesordnung. Du musst extrem viel trainieren und bei der Ernährung aufpassen“, weiß Manfred.
Mittlerweile ist auch die vierte Generation der Modreys aktiv: Urenkel Fabio (9, 26 kg) stemmt dreimal pro Woche und stößt bereits 30 kg – mehr als sein Körpergewicht.
Im Rahmen des Finales der Landesmeisterschaften im Teambewerb peilen die Modreys am Freitag einen ganz besonderen Rekord an: 199 Pokale bei Staats- und Landesmeisterschaften haben sie bisher errungen - am Feiertag soll der 200. folgen. „Das hat bisher noch niemand geschafft“, freut sich Manfred.
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