26 Millionen Budget

Gall-Team will mit neuem Sponsor in die Weltspitze

Tirol
28.11.2023 18:03

Für Radprofi Felix Gall wurde mit der Teampräsentation eine neue Ära eingeläutet. Das französische AG2R-Team erhöhte mit dem Einstieg des Sportartikelkonzerns Decathlon das Budget auf 26 Millionen Euro. Damit soll die Lücke zu den Spitzenteams geschlossen werden. Galls großes Ziel ist die Tour.

Seit 2022 fährt Radprofi Felix Gall für den französischen AG2R-Rennstall, bei der jetzigen Team-Präsentation in Lille dürfte Österreichs Sportler des Jahres seine Mannschaft fast nicht wieder erkannt haben.

Mit dem Einstieg des international tätigen Sportartikelhändlers Decathlon blieb beim Worldtour-Team fast kein Stein auf dem anderen: neue Fahrer, neue Ausrüstung, neues Management. Der französische Rennstall will auch globaler auftreten - die Teampräsentation aus dem Decathlon-Firmensitz wurde in englischer Sprache weltweit gestreamt.

„Wir sind jetzt in einer sehr guten Position!“
Dank dem Einstieg des französischen Konzerns stieg das Teambudget für 2024 auf 26 Millionen Euro. Damit soll die finanzielle Lücke zu den Spitzenteams geschlossen werden. „Wir sind jetzt in einer sehr guten Position. Man darf aber nicht vergessen, dass wir im Gegensatz zu anderen Teams Steuern und Sozialabgaben zahlen“, erklärte AG2R-Teamchef Vincent Lavenu.

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Ich hatte bisher schon viele Freiheiten. Jetzt bekomme ich auch Mitspracherecht, was die Rennen betrifft.

Felix Gall

Die Rolle von Gall veränderte sich freilich mit dem Husarenritt bei der Tour de France aus sportlichen Gründen. Der Osttiroler stieg als Gesamt-Achter und Sieger der Königsetappe zu den Kapitänen auf: „Ich hatte bisher schon viele Freiheiten. Jetzt bekomme ich auch Mitspracherecht, was die Rennen betrifft. ich kann mir auch den einen oder anderen Helfer aussuchen.“

Erste Tests auf der Radbahn
Mit dem Einstieg von Decathlon wird das AGR2-Team nun auch mit Hightech-Rädern der Marke Van Rysel ausgestattet. „Wir haben jetzt hausintern Zugriff auf wirklich tolles Material“, zeigte sich Gall von den Möglichkeiten begeistert. Gall durfte auf der Radbahn in Lille auch schon die neue Zeitfahr-Maschine testen: „Es ist ein längerer Prozess, da erhoffe ich mir aber natürlich eine Verbesserung.“

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