Ziel Deutschland

Wohnwagen voll mit AK-47: Waffenschmuggel gestoppt

Kärnten
07.11.2023 08:00

Die Kärntner Polizei stoppte auf der Tauernautobahn einen internationalen Waffenschmuggel: Nicht weniger als 30 Kalaschnikows und kiloweise Munition vom Balkan wurden im Zuge der Routinekontrolle sichergestellt.

Großer Fahndungserfolg der Kärntner Polizei im Kampf gegen die internationale organisierte Kriminalität: Wie erst jetzt bekannt wurde, hatten Fahnder Anfang Oktober bei einer Kontrolle auf der Tauernautobahn in Weißenstein ein deutsches Fahrzeug samt Wohnwagen ins Visier genommen - und darin 30 russische AK-47-Maschinengewehre (bekannt unter dem Namen Kalaschnikow) entdeckt, die in Serbien unter Lizenz nachgebaut werden.

Die deutschen Fahrzeuge wurden in Villach auf Herz und Nieren geprüft - und gescannt. (Bild: zVg)
Die deutschen Fahrzeuge wurden in Villach auf Herz und Nieren geprüft - und gescannt.

Internationale Ermittlungen
Auch die dazu passenden Magazine und nicht weniger als 30 Kilogramm an Munition wurden im Rahmen des Zugriffs sichergestellt. Weil es sich bei den Waffen um Kriegsmaterial handelt, übernahm das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung diesen Fall. Eine Stellungnahme zur Sicherstellung der Waffen wollte man dort mit Hinweis auf die laufenden internationalen Ermittlungen nicht abgeben.

Das „Scanmobil“ des Zollamts Österreich hat die verdächtigen Fahrzeuge durchleuchtet. (Bild: Zvg)
Das „Scanmobil“ des Zollamts Österreich hat die verdächtigen Fahrzeuge durchleuchtet.

Auch zur Identität des Waffenschmugglers, der über Slowenien und den Karawankentunnel nach Österreich eingereist war und nach Deutschland fahren wollte, sowie über mögliche Abnehmer der Waffenlieferung aus dem Balkan wollen sich die Ermittler vorerst nicht äußern. Nicht auszuschließen ist, dass die Maschinengewehre für gewaltbereite staatsfeindliche Gruppierungen bestimmt waren.

„Scanmobil“ rückte aus Wien an
Oder eine Drogenbande ihr Waffenarsenal aufstocken wollte. So oder so: Wie ernst die Polizei den Aufgriff nimmt, verdeutlicht die Tatsache, dass Spezialisten des Zolls von Wien extra mit einem mobilen Röntgenfahrzeug nach Villach angereist sind, um in den beschlagnahmten Fahrzeugen nach möglichen weiteren Waffen zu suchen.

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