So, 16. Dezember 2018

Motiviert zum Kampf

23.03.2012 10:46

Anti-Krebs-Spiel hilft Patienten im echten Leben

Ein Spiel, das den Kampf des Körpers gegen Krebs interaktiv miterleben lässt, hilft Patienten auch im echten Leben, wie Studien bestätigen. "Re-Mission" aktiviere nämlich das Motivationszentrum im Gehirn an Krebs Erkrankter - anders als andere Formen der Aufklärungsarbeit, so eine neue Untersuchung.

"Re-Mission" ist ein sogenanntes Serious Game, also ein Spiel, das ernste Hintergründe vermittelt. Darin übernimmt der Spieler die Rolle die Mini-Roboterdame Roxxi, die im Körper verschiedener Krebskranker sowohl die Krankheit als auch die Nebeneffekte der Therapie bekämpft. Durch die verschiedenen Waffen wie "Chemo Blaster", "Radiation Gun" und "Antibiotic Rocket" sollen vor allem jüngere Patienten auf spielerische Weise Chemotherapie, Bestrahlung und Antibiotika kennenlernen.

Bereits 2008 belegte eine Studie, dass "Re-Mission"-Spieler besser bei der Therapie mitarbeiten und schneller Wissen über Krebs erlangen. Nun hat eine weitere Untersuchung herausgefunden, warum: Das aktive Spielen stimuliert jene Gehirnareale, die für Motivation verantwortlich sind - durch Zusehen oder Lesen werden diese nicht tätig. "Die aktive Teilnahme ist der Schlüssel, um die positiven Motivations-Netzwerke zu aktivieren", so die Forscher der Stanford University, die für die Studie mit dem Hersteller - der Nonprofit-Organisation HopeLab - zusammengearbeitet haben.

Serious Games als Zukunftschance gegen Krebs
Derart motivierende Spiele "beeinflussen das positive Gesundheitsverhalten maximal", heißt es. Da dieser Zusammenhang nun nachgewiesen sei, könne man das Potential von Serious Games zur Bekämpfung von Krankheiten nun voll nutzen, ist Brian Knutson von der Stanford University überzeugt. HopeLab will jetzt, aufbauend auf den Ergebnissen der Untersuchung, weitere ähnliche Spiele für Krebspatienten entwickeln.

Für die Studie wurden Gehirnscans von 57 Krebskranken verglichen, die nach dem Zufallsprinzip selbst "Re-Mission" spielten oder lediglich ein Video des Spiels zu sehen bekamen. Die Ergebnisse wurden im Wissenschaftsmagazin "PLoS One" veröffentlicht.

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