Österreichs Judo-Nationalteam ist am Samstag bei den Europameisterschaften in Montpellier wie am Vortag ohne Medaille geblieben!
Wachid Borchashvili war in der Klasse bis 81 kg zumindest knapp dran, nach seinem Pool-Sieg kassierte der Oberösterreicher gegen den späteren türkischen Titelträger Vedat Albyrak und den Deutschen Dominic Ressel knappe Niederlagen. Ein übriges ÖJV-Quintett war vorzeitig ausgeschieden. Am Sonntag sind zum EM-Abschluss sechs weitere ÖJV-Aktive im Einsatz.
Der durch eine Knöchelverletzung gehandicapte 25-jährige Borchashvili hatte sich in Pool A gegen den Niederländer Frank de Wit, den Italiener Antonio Esposito und gegen den topgesetzten belgischen Olympia-Dritten Matthias Casse durchgesetzt. Nach der Niederlage gegen Albyrak ging es in den Kampf um Bronze. Als aktiverer Kämpfer schien Borchashvili im „Golden Score“ am Weg zum Podest-Rang, jubelte auch schon, doch bekam er eine Wertung wieder aberkannt - und verlor in Folge.
„Bis auf Wachid haben wir alle knappen Kämpfe heute verloren!“
Die anderen Österreicher blieben sieglos - der Olympia-Dritte Shamil Borchashvili verlor auch bis 81 kg gegen Selim Tschajew aus Aserbaidschan. Und bei den Frauen kam in der Klasse bis 63 kg für Lubjana Piovesana gegen die Finnin Emilia Kanerva und für Magdalena Krssakova gegen die Rumänin Fiorentina Ivanescu das Aus. In der Klasse bis 70 kg erwischte es die Olympia-Zweite Michaela Polleres gegen die Slowenin Anka Pogacnik und Elena Dengg gegen die Rumänin Serafima Moscalu.
„Es war wie verhext“, haderte ÖJV-Sportdirektor Markus Moser. „Bis auf Wachid haben wir alle knappen Kämpfe heute verloren.“ Dem letztlich WM-Fünften Borchashvili bescheinigte Moser, „in der Weltklasse angekommen“ zu sein. Wachid Borchashvili war im August nach einem Ausraster in einem Trainingslager in Linz vom Ehrensenat des ÖJV für sieben Wochen gesperrt worden. An seinen Teamkollegen liegt es nun, ein da capo der für den ÖJV medaillenlosen EM 2022 zu verhindern.
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