Die Hitze in Katar machte die Formel-1-Piloten fertig: Alpine-Pilot Esteban Ocon übergab sich sogar im Auto, Williams‘ Josh Sargeant gab auf. Nun wurde auf Fehler reagiert. Ärger herrscht über Strafenflut.
„Das war schon über dem Limit! Wäre es noch heißer gewesen, wäre ich ausgestiegen.“ George Russell sprach damit allen Fahrern nach dem Grand-Prix von Katar aus der Seele.Logan Sargeant, Anfang letzter Woche noch verkühlt, hatte seinen Williams nach 40 Runden abstellen müssen. Und Esteban Ocon übergab sich sogar im Auto. „Wir hatten hier noch nie so hohe Temperaturen“, stöhnte auch Red-Bull-Motorsport-Berater Dr. Helmut Marko, „und hier sind zwei, drei Kurven in Folge, die mit unglaublich hohem Tempo gefahren werden, wo natürlich die Querkräfte enorm sind.“ Selbst der topfitte Max Verstappen war nach dem Sieg gezeichnet: „Das war definitiv heißer als in Singapur. Dachte ich mir schon, als ich den Wetterbericht gesehen habe, bevor wir nach Katar gekommen sind.“Die Erstauflage in Katar hatte 2021 Ende November stattgefunden, nun zwei Monate davor - bei bis zu 43 Grad und enormer Luftfeuchtigkeit. Immerhin hat die Formel 1 auf ihren Fehler reagiert: 2024 soll der GP von Katar erst Anfang Dezember steigen.
Bis dahin sollte auch eine Lösung für die Streckenbegrenzung gefunden sein: Die Quali verlief deshalb chaotisch, allein im Grand Prix wurden 51 Rundenzeiten gestrichen. „Lästig, wenn dauernd Strafen kommen“, weiß Marko, „es muss eine mechanische Lösung her, damit ein Auto langsamer wird, wenn es über das Track-Limit hinausfährt.“ Auch Alex Wurz, Streckendesigner und Präsident der Fahrergewerkschaft, sieht Handlungsbedarf: „Es gibt Lösungen, man muss sie halt langsam einführen.“
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