Sepp Straka geht nach seiner 70er-Runde am Sonntag als geteilter Vierter um 14.45 Uhr MEZ an der Seite von Tommy Fleetwood in den Finaltag der British Open im Royal Liverpool Golf Club. Auf Spitzenreiter Brian Harman fehlen ihm sieben Schläge. Der Dritte Jon Rahm, der mit einer 63 Platzrekord spielte, ist aber nur einen Schlag entfernt.
Die heimische Szene verfolgt begeistert Strakas Auftritt in Hoylake. Robert Fiegl, Generalsekretär des österreichischen Golfverbands, war wegen einer Umweltkonferenz von Dienstag bis Donnerstag live vor Ort, lief bei einer Proberunde mit: „Sepp ist einfach cool. Mir ist seine Länge aufgefallen. Er war einmal mit dem Eisen 40 Meter weiter als seine Mitspieler mit dem Driver.“ Weiters erzählt Fiegl: „Er und seine Familie haben ein Haus, das nur 100 Meter neben dem ersten Abschlag liegt, gemietet. Die Mama hat Schnitzel gekocht, alles läuft ganz entspannt ab.“
„Der kompletteste Golfspieler Österreichs“
Gary Stangl von der Murhof Gruppe sagt: „Sepp ist wahrscheinlich der kompletteste Spieler, den Österreich bisher hatte.“ Bezüglich Ryder Cup meint er: „Es wird schwer, ihn zu ignorieren. Mich würde es sehr wundern, wenn ihn Europas Ryder Cup-Kapitän Luke Donald nicht mitnimmt.“ Was ihm auch gefällt: „Sepp hat seine Wurzeln nie vergessen, er weiß genau, woher er kommt. Mir taugen sein Wiener Schmäh und sein Humor. Gleichzeitig zeichnet ihn diese amerikanische Gelassenheit aus. Das ist ein sehr guter Mix.“
College prägte Straka
Christian Guzy, Präsident des Diamond Country Club in Atzenbrugg, schaut Straka sehr gerne zu: „Das Putten ist überragend, das kurze Spiel kreativ, die langen Schläge beeindruckend. Das hat man schon 2017 gesehen, als wir ihn zum European-Tour-Turnier nach Atzenbrugg eingeladen haben. Damals war er am Finaltag im letzten Flight, belegte am Ende Platz sieben.“ Guzy unterstreicht: „Auch das Beispiel Sepp Straka zeigt, dass der Weg zum erfolgreichen Golf über das amerikanische Collegesystem führt. Dort spielst du jede Woche auf höchstem Niveau, musste dich im Team immer wieder neu beweisen.“
„Straka pfeift sich nix“
Franz Wittmann, früherer österreichischer Golf-Präsident und Besitzer des GC Adamstal, unterstreicht: „Sepp hat gewaltiges Potenzial. Er pfeift sich absolut gar nichts. Ich bewundere seine Ruhe. Österreichs Golfsport würde so ein Held, wie es Dominic Thiem lange im Tennis war, extrem guttun.“
„Auftreten und Körpersprache wie ein Superstar“
Martin Wiegele, nun Coach beim österreichischen und oberösterreichischen Golfverband, erklärt: „Das Auftreten und die Körpersprache von Sepp erinnern mich an die Superstars. Sepp wirkt nie zweifelnd. Er weiß, dass es nach einem schlechten Schlag wieder besser wird, spätestens am nächsten Loch, allerspätestens am nächsten Tag.“
Rahm furios, Harman führt deutlich
Mann des Tages war am Samstag Jon Rahm, der mit einer 63 Platzrekord spielte. Bisher war eine 65 das beste Score im Royal Liverpool Golf Club. Wie der sichere Sieger scheint aber Brian Harman auszusehen. Der Amerikaner hat fünf Schläge Vorsprung vor seinem Landsmann Cameron Young.








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