Nach 0:2-Rückstand

Ortlechner, Barazite sichern Austria 2:2 gegen Alkmaar

Fußball
03.11.2011 22:54
Die Wiener Austria hat am Donnerstag als einziger österreichischer Klub in der Europa League einen Punkt geholt. Obwohl die Veilchen gegen Alkmaar zur Pause bereits 0:2 zurücklagen, drehten sie im zweiten Durchgang groß auf: Manuel Ortlechner (58.) und Nacer Barazite (61.) stellten auf 2:2. Weniger erfolgreich war Sturm Graz: Der Meister verlor in Anderlecht mit 0:3. Zuvor hatte Salzburg zu Hause gegen Athletic Bilbao mit 0:1 verloren. Berichte zu diesen beiden Spielen findest du in der Infobox.

Austria-Trainer Karl Daxbacher reagierte auf die jüngsten Unsicherheiten von Pascal Grünwald und nahm eine Tormann-Rochade vor. Anstelle von Grünwald stand Heinz Lindner im Tor der Wiener. Für Lindner war es - abgesehen vom nationalen Cup - der erste Einsatz in der Startelf seit 25. Mai (2:4 gegen Salzburg).

Alkmaar von Beginn an dominant
Bei seiner ersten Prüfung in der 19. Minute war Lindner chancenlos. Austria-Verteidiger Georg Margreitter, der auf der Strafraumgrenze stand, bekam einen Pass von Brett Holman an die linke Hand, der französische Schiedsrichter Tony Chapron kannte keine Gnade und entschied auf Elfmeter. Der Schwede Elm, Kapitän und Um und Auf im Spiel von Alkmaar, verwerte sicher ins linke Eck zum 1:0.

Die Führung war verdient, denn die Gäste aus Alkmaar waren von Anpfiff weg die Chefs am Platz. Im Gegensatz zum 2:2 vom 20. Oktober in den Niederlanden nahm Alkmaar den ÖFB-Gegner keinesfalls auf die leichte Schulter, hochkonzentriert bestimmte man Tempo und Spiel, zudem strahlte die defensive Vierkette viel Souveränität aus.

0:2 kurz vor der Pause
Adam Maher vergab noch die große Chance auf den zweiten Treffer (36.), kurz vor der Pause legte Alkmaar aber das 2:0 nach (44.). Nach Corner von Elm war sein schwedischer Landsmann Wernbloom per Kopf zur Stelle. Barazite, der in den ersten 45 Minuten als einziger Austrianer für etwas Gefahr sorgte, vergab per Kopf (11., 43.) und mit einem Schuss (23.) die raren Chancen für die Wiener.

Ansonsten zeigten sich die Violetten engagiert, aber ohne Überraschungsmoment. Spätestens an der Strafraumgrenze von Alkmaar war in der gut stehenden Defensive zumeist Endstation.

Ausgleich durch Doppelschlag
Im ersten Duell hatten die Austrianer 2:0 geführt und diesen Vorsprung noch aus der Hand gegeben. Dieses Schicksal ereilte nun Alkmaar, obwohl in den ersten 45 Minuten sehr wenig darauf hingedeutet hatte. Mit Moral und Leidenschaft kam die Austria ins Spiel und ins Aufstiegsrennen zurück. Zunächst zog der eingewechselte Roland Linz aus kurzer Distanz ab, Goalie Esteban Alvarado wehrte ab, und Ortlechner staubte zum 1:2 ab (58.).

Nicht einmal zweieinhalb Minuten später stand es 2:2. Alvarado parierte einen strammen Schuss von Tomas Jun, diesmal stand Barazite goldrichtig und traf (61.). Es ging in dieser Tonart weiter: Linz (67.), der ebenfalls eingewechselte Michael Liendl (69.) und Jun (73.) fanden Großchancen auf die Führung vor. Für Alkmaar, das mit dem Remis aufgrund der Ausgangslage unterm Strich deutlich besser leben kann, hatte Jozy Altidore den Matchball auf dem Fuß (78.).

Nach vier Runden der Gruppe G führt nun Metalist Charkiw (10 Punkte) vor Alkmaar (6), Austria (5) und Malmö (0). In den restlichen Partien am 30. November und 15. Dezember tritt die Austria noch gegen Charkiw (auswärts) und Malmö (heim) an, Alkmaar spielt ebenfalls noch gegen Malmö (auswärts) und Charkiw (heim).

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