FPÖ reagiert empört

Jan Böhmermann kommentiert Song Contest für ORF

Medien
09.04.2023 16:40

Obwohl eigentlich auf radikalen Sparkurs gesetzt, leistet sich der ORF beim diesjährigen Song Contest in Liverpool zusätzlich zu Andi Knoll ein Kommentatorenduo aus Deutschland. Denn das Finale des ESC wird für die ORF-Mediathek und den ORF-Jugendkulturradiosender FM4 von Jan Böhmermann und dem deutschen Singer-Songwriter Olli Schulz kommentiert werden. Die FPÖ reagierte bereits empört ...

(Bild: kmm)

Spätestens seit Ibiza ist Jan Böhmermann in der rechtskonservativen Politikhälfte des Landes nicht mehr allzu gut angeschrieben. Ausgerechnet Böhmermann soll nun mit seinem Kompagnon Olli Schulz für den ORF das Song-Contest-Finale kommentieren. Das verkündeten die beiden Entertainer in der am Sonntag veröffentlichten Folge ihres Spotify-Podcasts „Fest & Flauschig“, der ORF bestätigte das Engagement der Deutschen.

„Österreich etwas zurückgeben“
Böhmermann (42) und Schulz (49) reisen dafür nach Angaben einer Sprecherin nach Liverpool. „Wir sind so froh, nach all den Jahren Österreich das zurückzugeben, was es uns gegeben hat“, ließ sich Böhmermann von seinem Büro zu der Aktion zitieren. Sein Kollege Olli Schulz sagte demnach: „Endlich wächst zusammen, was zusammen gehört.“ Nicht erst im Zuge der Ibiza-Affäre hatte die österreichische Innenpolitik Böhmermann Material für diverse Satire-Beiträge geliefert.

Wiener FPÖ-Chef empört sich: „Regierungsputschist“
Via Twitter empörte sich bereits der Wiener Landesparteiobmann der FPÖ, Dominik Nepp, über die Entsendung von Böhmermann: „Wenn auf unsere Beitragskosten dieser Regierungsputschist in unserem Staatsfernsehen kommentiert, gehört dem ORF nun endgültig das finanzielle Licht ausgeknipst!“ Viel Zuspruch fand er allerdings nicht, ein User kommentierte etwa: „Sagt jemand, dessen Leistung gehen Null tendiert und von UNS Steuerzahlern ebenfalls fürstlich entlohnt wird.“

Song Contest in Großbritannien
Aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine trägt diesmal Großbritannien als zweitplatziertes Land den ESC aus. Dabei arbeitet die BBC mit der Ukraine zusammen. 2022 hatte die ukrainische Band Kalush Orchestra mit dem Titel „Stefania“ den ESC in Turin gewonnen.

Das Eurovision-Finale ist am 13. Mai. Die ESC-Halbfinali sind für den 9. und 11. Mai geplant. Österreich tritt mit dem Frauenduo Teya & Salena („Who the hell is Edgar?“) im zweiten an und muss sich erst noch fürs Finale qualifizieren. Deutschland ist als einer der großen Geldgeber fürs Finale gesetzt - ebenso wie Frankreich, Italien, Spanien, das Vereinigte Königreich und Vorjahressiegerin Ukraine.

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