Etwa ein Drittel der erwachsenen Österreicher zeigt Anzeichen einer durch Fetteinlagerungen vergrößerten Leber - Tendenz steigend! Alarmierend: Jeder dritte übergewichtige Sprössling in den Industrieländern ist ebenfalls bereits von einer verfetteten Leber betroffen.
Als Wegbegleiter in der Entstehung einer Fettleber gilt in der Regel ein Lebensstil geprägt durch fettes und süßes Essen, Bewegungsmangel und Übergewicht. „Rund zehn bis 30 Prozent aller Fettlebererkrankungen sind als gefährlich einzustufen, davon entwickelt wiederum bis zu ein Viertel Entzündungen und Vernarbungen, welche mitunter zur Leberzirrhose führen. Die Langzeitfolgen können schwerwiegend sein und reichen bis zu Leberkrebs, mit welchem eine schlechte Prognose verbunden ist“, warnt Gastroenterologe Prim. Univ.-Prof. Dr. Harald Hofer, Klinikum Wels-Grieskirchen (OÖ).
Zu viel Naschen im Advent
Advent und die Weihnachtsfeiertage heizen das Problem weiter an. Schließlich werden hier viele fett- sowie zuckerreiche Lebensmittel verzehrt und zu wenig Bewegung gemacht. Neben Übergewicht bei sehr vielen Betroffenen die Hauptauslöser der Fettleber. Alkohol schädigt das Organ zusätzlich.
Tückisch: Keine Beschwerden
Die Fettleber macht in aller Regel keine Schmerzen. „Müdigkeit und leichtes Druckgefühl im Oberbauch sind die häufigsten Symptome. Dies hat zur Folge, dass die Fettlebererkrankung lange Zeit nicht diagnostiziert wird,“ erklärt Prim. Hofer. Erkannt wird die Fettleber zumeist durch einen Zufallsbefund im Rahmen einer routinemäßigen Ultraschalluntersuchung des Oberbauches.
Medikamente zur Heilung sind derzeit noch nicht zugelassen. Es wird jedoch an Substanzen geforscht - mit vielversprechenden Ergebnissen. Bis dahin bleibt nur: Ausgewogen ernähren, aktiv bleiben! Mehr Bewegung, weniger Gewicht stellt die eine einfache Rechnung dar, welche zu einem nachweislich positiven Effekt auf eine Fettlebererkrankung führt.
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