„Müssen mehr tun“

London will Deepfake-Pornos unter Strafe stellen

Web
25.11.2022 09:58

Das Verbreiten pornografischer Fake-Inhalte, in denen Menschen mittels Bildmanipulation vermeintlich in intimer Weise gezeigt werden, soll in Großbritannien künftig strafbar werden. „Wir müssen mehr tun, um Frauen und Mädchen vor Menschen zu schützen, die intime Fotos machen oder manipulieren, um sie zu demütigen“, sagte Justizminister Dominic Raab, der am Freitag die Gesetzesänderung ankündigte.

Den Angaben zufolge tragen die Maßnahmen der Sorge Rechnung, dass mithilfe spezieller Software zunehmend Deepfakes erstellt werden. Dabei werden Bilder - oft pornografischer Natur - mit Aufnahmen einer bestimmten Person so verschmolzen und manipuliert, dass sie authentisch aussehen. Im vergangenen Jahr habe eine Internetseite in einem Zeitraum von acht Monaten 38 Millionen Zugriffe verbucht, auf der „Frauen virtuell ausgezogen“ werden, hieß es in einer Regierungsmitteilung.

Polizei und Strafverfolger sollten die notwendigen Befugnisse bekommen, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und solchen Missbrauch zu verhindern, sagte Raab. Offiziellen Zahlen zufolge ist einem von 14 Erwachsenen in England und Wales bereits damit gedroht worden, dass intime Fotos der Person verbreitet werden. Mit der Reform, die als Teil eines sogenannten Online-Sicherheitsgesetzes angelegt ist, soll außerdem das Anfertigen intimer Aufnahmen ohne Einverständnis stärker kriminalisiert werden - etwa die Installation versteckter Kameras.

Unter dem Titel „Ungewollt nackt im Netz: Porno-Manipulation jetzt stoppen!“ hatten erst am Donnerstag mehrere Organisationen in Deutschland eine Online-Petition gestartet, um „die massenhafte Verbreitung von gefälschten Nacktaufnahmen und Deepfake-Pornos im Netz“ durch sogenannte Face-Swap-Apps zu stoppen. 

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