05.10.2022 10:07 |

Ärger in Deutschland

Marge halbiert: Händler verklagen Renault-Konzern

Renault steckt mitten in der selbst ausgerufenen „Renaulution“. Dabei geht es offenbar nicht nur um die Strategie hinsichtlich neuer Modelle, sondern auch um einen neuen Umgang mit den Händlern der Marke. Offenbar hat der Konzern die Verträge mit ihnen einseitige geändert - nun wehren sich die Handelspartner einem Medienbericht zufolge.

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Wie die Automobilwoche berichtet, steht im Mittelpunkt des Streits die Vergütung für Verkäufe des neuen Renault Austral: „Hier geht es nicht nur um die Marge, sondern auch ums Prinzip. Wenn der Hersteller eine Vereinbarung trifft, kann er die nicht einfach einseitig anders gestalten“, zitiert das Branchenblatt Hans-Werner Hauth, Präsident des Verbands Deutscher Renault- und Dacia-Partner.

Nach der Halbierung der Marge erhalten die Händler den Angaben zufolge eine Basisvergütung von sechs Prozent plus ein Prozent Qualitätsrabatt.

„Im Ergebnis wird die Marge vor allem bei Bargeschäften und Finanzierungen um mindestens sieben Prozent - ohne Erfolgspaket und Strukturrabatt gerechnet - reduziert“, schreibt der Renault-Partnerverband in einem internen Schreiben, das dem Blatt vorliegt.

Die Folgen für die Händler: Bei einem Listenpreis von 29.900 Euro, zu diesem Preis soll der Austral in Deutschland eingeführt werden, bleiben am Ende 2093 Euro weniger übrig. Verkaufen sie einen gut ausgestatteten Austral mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 44.400 Euro, fehlen 3108 Euro.

Das treffe die Partner hart, denn Renault habe seine ursprünglichen Absatzplanungen deutlich erhöht. Eigentlich wollten die Franzosen im laufenden Jahr noch 3500 Einheiten in Deutschland verkaufen, nun sollen es laut Informationen aus Händlerkreisen rund 7000 Stück sein.

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