Im weiten Land werden nicht nur die Tage kürzer, sondern auch die Nächte finsterer - denn die Kostenexplosion zwingt allerorts zum Energiesparen, auch in den eigenen vier Wänden.
Energiesparen ist derzeit eines der brennendsten Themen unsere Zeit. Und auch abseits der eigenen vier Wände wird eifrig nach möglichem Einsparungspotenzial gesucht. Hier übernahm Niederösterreich mit der Forderung nach einer „Licht-Sperrstunde“ eine Vorreiter-Rolle. „Die beste Kilowattstunde ist jene, die gar nicht erst verbraucht wird“, hält Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf fest.
Energiesparende Technologien
Im Landhaus in St. Pölten wird neben der bereits erfolgten Umstellung auf LED-Lampen die Temperatur in den Büros gedrosselt sowie die Gangbeleuchtung reduziert. Auch der Klangturm bleibt finster. Im Regierungsviertel und auf Bezirkshauptmannschaften hat man Photovoltaik-Anlagen installiert, 200.000 Laternen auf heimischen Straßen sind bereits energiesparend. Und auch die Landeshauptstadt hat schon großflächig auf LED umgerüstet. In einem Versuchsprojekt wird derzeit etwa im Naherholungsgebiet am Eisberg eine Beleuchtung mit Bewegungssensoren geprobt.
Immer mehr Maßnahmen gesetzt
Eine bewegungssituative Beleuchtung für bestimmte Straßenabschnitte wird derzeit auch in Wiener Neustadt in zwei Parks getestet. Bereits seit Juli werden in der zweitgrößten Stadt Niederösterreichs die Sehenswürdigkeiten ebenso wie digitale Werbesäulen in der Nacht nicht mehr beleuchtet.
Wir setzen ein sichtbares Zeichen, indem wir alle markanten öffentlichen Gebäude ab 22 Uhr nicht mehr beleuchten. Die Natur und Umwelt sollen geschont werden.
Reinhard Resch, Kremser Bürgermeister
Seit der „Earth-Night“ am Freitag bleibt auch das Licht bei allen öffentlichen Gebäuden, Denkmälern und Kirchen in Krems – wie auch bei vielen öffentlichen Einrichtungen in Baden – ab 22 Uhr aus. Außerdem sollen in der bekannten Kurstadt die Waschbecken in Gebäuden der Stadtverwaltung nur mehr mit Kaltwasser versorgt werden.
Tipps für die eigenen vier Wände
Doch was kann jeder Einzelne tun, um die Ausgaben in Grenzen zu halten? Mit kleinen Tipps lässt sich zu Hause beginnen: So spart eine Dusche im Vergleich zum Vollbad Strom und Wasser, abschaltbare Steckerleisten schützen vor versteckten Energiekosten im Standby-Modus, im Backofen spart Heißluft 20 Grad gegenüber der Oberhitze und bei LED-Lampen liegt der Stromverbrauch bei nur 20 Prozent.








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