Die Österreicher haben ein riesiges Problem mit ihren Blutfettwerten. Zu viel Cholesterin ist für 8,6 Prozent aller Todesfälle und für 28 Prozent der Herz-Kreislauf-Sterblichkeit verantwortlich. Die jährlichen direkten und indirekten Kosten: 1,166 Milliarden Euro.
Zu hohe Blutfettwerte, insbesondere an „bösem“ LDL-Cholesterin, sind mit dem Rauchen und Bluthochdruck der wesentlichste Risikofaktor für Gefäßverkalkung (Atherosklerose) und damit für Herzinfarkt, Schlaganfall & Co.
Während man weltweit von einem Anteil zu hoher Blutfettwerte als Verursacher der Mortalität von 7,7 Prozent ausgeht, sind es in Österreich 8,6 Prozent. Das ist auf das höhere Durchschnittsalter der österreichischen Bevölkerung zurückzuführen, so das Institut für Höhere Studien (IHS).
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An sich sollten Menschen mit einem niedrigen Risiko weniger als 115 Milligramm LDL-Cholesterin pro Deziliter Blut haben. Personen mit einem erhöhten bis hohen Risiko (z.B. Raucher, Diabetiker, Hypertonie) sollten weniger als 70 Milligramm LDL-Cholesterin bei der Laboruntersuchung aufweisen. Menschen mit höchster Gefährdung hingegen (z.B. nach einem ersten Herzinfarkt etc.) sollten auf nicht mehr als 55 Milligramm LDL-Blutfette pro Deziliter kommen. Das Gesamtcholesterin sollte generell unter 190 Milligramm pro Deziliter Blut betragen. Seit mittlerweile Jahrzehnten gibt es hoch effektive und gut verträgliche Arzneimittel (z.B. Statine) zur einer allfälligen medikamentösen Therapie.
Die Zielwerte schon für das Gesamtcholesterin allein werden in Österreich aber nur von 74 Prozent der 18- bis 29-jährigen Männer und von 63 Prozent der Frauen in dieser Altersgruppe erreicht. Bei den Männern sinkt danach dieser Anteil bis zum 80. Lebensjahr auf 43 bis 46 Prozent, bei den Frauen sind es unter den 30- bis 44-Jährigen noch 57 Prozent, dann nur noch deutlich unter 40 Prozent.
Das bedeutet, dass etwa 166.000 Frauen im Alter über 40 Jahren durch ihre Hypercholesterinämie ein Höchstrisiko vor allem für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufweisen. Unter den Männern dieser Altersgruppe sind es sogar rund 172.000 Personen.










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