Gut zwei Monate vor Beginn der Fußball-WM in Katar hat dessen Emir Tamim Bin Hamad Al Thani den Umgang mit Menschenrechten im Land verteidigt. Kritik daran werde meist „als Empfehlung oder Warnung verstanden und ernst genommen“, sagte der Emir gegenüber „Le Point“ in einem Interview, das die französische Wochenzeitung am Mittwochabend veröffentlichte. Dann würde entsprechend gehandelt. Es gebe aber auch Kritik „unabhängig davon, was wir tun“.
Diese solle „verunglimpfen“ und komme von „Leuten, die nicht hinnehmen, dass ein arabisches Land wie Katar die Weltmeisterschaft ausrichtet.“
Mitgrund für die Stellungnahme ist wohl auch eine am Donnerstag öffentlich gewordene Umfrage für die Menschenrechtsorganisation Amnesty International. 17.000 Erwachsene in 15 Ländern wurden befragt, 73 Prozent davon gaben in der vom Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführten Umfrage an, dass sie „stark“ oder „tendenziell“ dafür seien, die WM-Arbeiter mit einem Teil der FIFA-Einnahmen zu entschädigen, die bei den Vorbereitungen für die WM 2022 „gelitten“ haben.
Die FIFA teilte dazu mit: „Die Befragten sind sich möglicherweise nicht in vollem Umfang der Maßnahmen bewusst, die die FIFA und ihre Partner in Katar in den letzten Jahren ergriffen haben, um die Arbeitnehmer zu schützen, die an der Durchführung der Weltmeisterschaft 2022 beteiligt sind.“
Katar steht wegen Menschrechtsverstößen und des Umgangs mit Arbeiterinnen und Arbeitern aus anderen Ländern schon lange in der Kritik. In der Vergangenheit war es auch zu tödlichen Unfällen auf den Baustellen gekommen. Die Regierung des Emirats verweist auf eigene Reformen und weist Teile der Kritik zurück.








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