„Nicht gewählt“

Trauerbeflaggung wegen Queen sorgt für Wut in NÖ

Politik
13.09.2022 15:08

Österreichweit sollen am kommenden Montag, dem Tag der Beisetzung der Queen, die Fahnen auf halbmast gesetzt werden. EU-weit soll es ähnliche Regeln geben. Dies stößt vielerorts sauer auf: Wieso so viel Ehre für eine verstorbene, nie gewählte Monarchin? Noch dazu in lauter demokratischen Ländern?

Das Bundeskanzleramt hat für den Begräbnistag von Queen Elizabeth II. auf Bundesgebäuden eine klare Anweisung ausgegeben: „Trauerbeflaggung“ wurde angeordnet, was bedeutet, dass Fahnen in Staatsfarben am 19. September auf Bundesgebäuden auf halbmast zu setzen sind, die EU-Flagge sei ganz einzuholen.

Die Landeshauptleute wurden in einem Schreiben um gleichartige Regelung für Landesimmobilien ersucht, wie bereits berichtet.

„Völlig unverständlich“
Genau dieser Erlass über Trauerbeflaggung stieß in Niederösterreich bei SPÖ-Gemeindevertretern auf Unverständnis. „Bei allem Respekt vor der verstorbenen englischen Königin, aber es ist für mich völlig unverständlich, dass hier eine Trauerbeflaggung für ein nicht demokratisch legitimiertes Staatsoberhaupt, noch dazu für ein Land, das nicht mehr Mitglied der Europäischen Union ist, angeordnet wird“, kritisierte NÖ-GVV-Präsident Rupert Dworak am Dienstag in einer Aussendung.

Absurdes Schauspiel?
Auch auf Twitter zeigten einige User ihr Unverständnis. Alexander Ackerl von der „Jungen Generation“, einer Vorfeldgruppe der SPÖ, meinte, dies sei ein „absurdes Schauspiel“ rund um eine „ausländische Monarchin“.

Verärgert zeigte sich auch GVV-Österreich-Vorsitzender Andreas Kollross: „Österreich ist eine demokratische Republik. Und ich persönlich lehne auch jede monarchistische Tendenz ab“, betonte der Bürgermeister von Trumau (Bezirk Baden) und SPÖ-Nationalratsabgeordnete.

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