Zuversicht bei Ex-Star

Berger: „Ich glaube in Monza an starke Ferraris!“

Formel 1
10.09.2022 07:23

Als Pilot und Teamchef gewann Gerhard Berger in Monza. Vor dem Großen Preis am Sonntag sieht er Max Verstappen als Favorit, gibt aber der Scuderia Chancen und spricht eine Warnung aus.

Die „Krone“ berichtet aus Monza

Zweimal gewann Gerhard Berger in Monza – 1988 führte er als Pilot vor Michele Alboreto einen Ferrari-Doppelsieg an, zwanzig Jahre später holte er als Teamchef von Toro Rosso mit Sebastian Vettel dessen ersten Sieg in der Formel 1. Vor dem 100-Jahre-Jubiläum des Gran Premio d’Italia in Monza warnt der DTM-Chef, Ferrari zu unterschätzen – auch wenn er WM-Spitzenreiter Max Verstappen im Red Bull als Topfavorit sieht ...

„Ich glaube in Monza an starke Ferraris, sie werden Red Bull eine harte Zeit bescheren! Die Motorleistung ist da, jetzt haben sie halt die Themen Haltbarkeit, Boxenstopp und Strategie.“ Berger, der als DTM-Chef mit seiner Serie dieses Wochenende in Spa gastiert, sieht die „Bullen“ im Vorteil – obwohl Max Verstappen in Monza noch nie auf dem Podium stand: „Das kann sich am Sonntag ändern“, schmunzelt der Tiroler.

Anschluss verloren
„Alle haben ein bisschen den Anschluss an Red Bull verloren, die das Auto immer weiter entwickelt haben, immer besser verstehen – und durch die Siege Rückenwind haben“, so der zehnfache GP-Sieger. „Mannschaft, Fahrer und Auto sind dort ein rundes Paket, dann stellt sich auch so ein Serienerfolg ein. Bei Ferrari läuft’s andersrum – dann entstehen Unsicherheiten, Druck, die Medien schießen sich ein.“

In erster Linie auf Teamchef Mattia Binotto, um den sich in Monza schon Ablösegerüchte ranken. „Ich weiß nicht, ob man sich auf ihn so einschießen muss. Es ist einfach nicht zeitgemäß, alles an einer Person aufzuhängen – aber genau das geschieht bei Ferrari“, weiß Berger, „andererseits muss man sagen: Letztes Jahr war Ferrari im Mittelfeld, heuer hatten sie zumindest zu Saisonanfang das schnellste Auto – das hat Binotto geschafft.“

Auch Todt war angezählt
Er warnt die Scuderia vor einem Schnellschuss beim Teamchef: „Jetzt ist Geduld und Feintuning angesagt, ich bin halt nicht sicher, ob Ferrari diese Geduld hat. Aber bei Michael Schumacher und Jean Todt war es anfangs ähnlich – damals wollten sie Jean schon entfernen, dann hat sich Schumi für ihn starkgemacht und gesagt, dass er dann auch gehen würde. Und daraus wurde dann das erfolgreichste Team.“ Was er dem erfolgreichsten Team des letzten Jahrzehnts, also Mercedes, zutraut? Man sieht, dass sie näher kommen, sie haben ihre Probleme verstanden, aber noch nicht aussortiert. Sie sind am Weg zur zweitbesten Kraft, deshalb muss sich Ferrari ranhalten.“

Stefan Burgstaller
Stefan Burgstaller
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