05.08.2022 10:44 |

Mit 58.000 Tonnen Mais

Ukraine: Drei weitere Getreideschiffe ausgelaufen

Am Freitagmorgen sind drei Getreidefrachter aus den Schwarzmeerhäfen in der Ukraine ausgelaufen. „Aus den Häfen von Groß-Odessa ist die erste Karawane mit ukrainischem Getreide aufgebrochen“, teilte am Freitag Infrastrukturminister Olexandr Kubrakow auf dem Telegram-Kanal der Behörde mit. Insgesamt befinden sich an Bord der drei Schiffe rund 58.000 Tonnen Mais.

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Die Frachter sind aus Odessa und dem anliegenden Hafen Tschornomorsk gestartet. Neben dem türkischen Frachter Polarnet sind es der unter der Flagge Panamas fahrende Navi Star (im Video oben zu sehen) und die unter maltesischer Flagge fahrende Rojen. Die Schiffe sind nach ukrainischen Angaben auf dem Weg in die Türkei sowie nach Großbritannien und Irland. Laut dem türkischen Verteidigungsministerium werden sie in Istanbul inspiziert.

Neben den drei Schiffen, die ukrainische Häfen verlassen haben, soll außerdem ein unbeladenes Schiff nach Tschornomorsk geschickt werden. Die unter der Flagge von Barbados fahrenden Fulmar S sei bereits in Istanbul kontrolliert worden, twitterte das türkische Verteidigungsministerium.

Erstes Schiff Anfang der Woche ausgelaufen
Anfang der Woche war nach mehrmonatiger russischer Seeblockade der erste Getreidefrachter aus einem ukrainischen Schwarzmeerhafen gestartet. Die Razoni (Bild oben) ist nach erfolgreicher Fahrt durch den zwischen den Kriegsparteien vereinbarten Korridor im Schwarzen Meer und einer Inspektion am Bosporus (Bild oben) inzwischen auf dem Weg nach Libanon.

Unter Vermittlung der Türkei und der Vereinten Nationen (UNO) hatte Russland seine Seeblockade gelockert, um den Export von Getreide aus der Ukraine über das Schwarze Meer zu ermöglichen. Damit soll ein Nahrungsmittelmangel vor allem in ärmeren Ländern verhindert werden.

Vorerst nur drei Frachter pro Tag
Die Wiederaufnahme der ukrainischen Getreideexporte gilt als wichtig für die Stabilisierung der Lebensmittelpreise auf dem Weltmarkt. Vorerst will Kiew aus Sicherheitsgründen allerdings täglich nur drei Schiffe entsenden.

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