Gewalt in DR Kongo
UN-Soldaten eröffnen Feuer und töten zwei Menschen
Im seit Jahren von Gewalt erschütterten Osten der Demokratischen Republik Kongo haben UN-Blauhelme mindestens zwei Menschen getötet und mehrere weitere verletzt. Am Sonntag hätten einige der im Friedenseinsatz befindlichen Soldaten aus „ungeklärter Ursache“ das Feuer eröffnet, erklärte die UN-Mission MONUSCO.
In sozialen Medien verbreiteten sich Videos aus der Ortschaft Kasindi nahe der Grenze zu Uganda in Windeseile, auf denen Blauhelmsoldaten nach einer verbalen Auseinandersetzung mit mehreren Männern zu schießen beginnen. UN-Generalsekretär Antonio Guterres zeigte sich in einer Erklärung „traurig und bestürzt“ über den Vorfall und forderte Aufklärung. MONUSCO-Leiterin Bintou Keita erklärte, sie sei „zutiefst schockiert und entsetzt von diesem schwerwiegenden Vorfall“. Der UN-Mission zufolge wurden die Herkunftsländer der Soldaten bereits kontaktiert, um alsbald Ermittlungen aufnehmen zu können. Die Verdächtigen sollen bereits in Gewahrsam sein.
UN-Soldaten bei Protesten getötet
Bei Protesten gegen die UN-Mission in der DR Kongo waren in der vergangenen Woche mindestens 19 Menschen, darunter drei UN-Soldaten, getötet worden. Die Proteste richteten sich gegen die von den Demonstranten empfundene Ineffizienz von Monusco in ihrem Kampf gegen bewaffnete Gruppen. Kundgebungsteilnehmer hatten mehrere Stellungen der Mission angegriffen.
MONUSCO ist derzeit mit mehr als 14.000 Blauhelmen in der Demokratischen Republik Kongo im Einsatz. 230 Blauhelme sind bei dem Einsatz nach UN-Angaben bisher ums Leben gekommen.












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