Für ein Ritual

„Magier“ brachte Männer zu Schädeldiebstahl

Ausland
28.07.2022 20:10

In Indien sind zwei Männer festgenommen worden, weil sie einen Schädel von einem Scheiterhaufen gestohlen haben sollen. Ein Praktiker sogenannter schwarzer Magie habe die Verdächtigen zum Diebstahl motiviert, indem er ihnen gesagt hätte, dass sie ein Ritual mit dem Schädel reich machen würde, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

In Indien werden Leichen bei hinduistischen Bestattungen in der Regel in Anwesenheit der Angehörigen auf Scheiterhaufen verbrannt. Im Fall des gestohlenen Schädels seien die Familienmitglieder bereits gegangen, aber eine andere Person habe den Diebstahl beobachtet, sagte der Polizeisprecher. Die zwei Verdächtigen seien gegen Kaution freigekommen. Ein weiterer Mann sei noch auf der Flucht.

Gegen die Männer würde nun unter anderem wegen des Verletzens religiöser Gefühle ermittelt.

Jahrhundertealte Tradition in Indien
In Indien hat schwarze Magie eine jahrhundertealte Tradition, teils auch mit Menschenopfern - in der Hoffnung, damit Götter zu besänftigen, Glück oder Wohlstand zu erlangen oder das Böse abzuwenden. Heutzutage gibt es aber nur noch vereinzelte Berichte zu solchen Fällen.

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