Neben den Blutspendern, sind jene die Plasma spenden ein wichtiger Part in der Gesundheitsvorsorgung. Aber wie sieht es da aktuell aus? Die „Krone“ hat nachgefragt.
Blut ist zur Urlaubszeit traditionellerweise ein rares Gut, während der Coronakrise noch viel mehr. Bekanntlich hat das Rote Kreuz in Oberösterreich Alarm geschlagen, weil die Bestände knapp werden. Aber liegt der verhaltene Andrang zum Blutspenden vielleicht daran, dass die Spender dafür kein Geld bekommen? Die „Krone“ hat beim Plasmazentrum in Linz nachgefragt, wo es eine Aufwandsentschädigung fürs Plasmaspenden gibt.
Weniger Plasmaspenden wegen Corona-Pandemie
„Auch bei uns sind die Spenderzahlen während der Corona-Pandemie stark eingebrochen und erholen sich nur sehr langsam“, sagt Leonhard Heinzl, der das Plasmazentrum in der Gruberstraße in Linz leitet. Auch in Wels hat die Firma BioLife noch eine Niederlassung in OÖ.
„Blut und Plasma bitte abwechselnd spenden“
Die 30 Euro Entschädigung für den Zeitaufwand – Spender müssen rund eine Stunde einplanen – ist auch in Zeiten von Inflation und Geldnot vieler Landsleute keine große Motivation. „Viele Spender kommen wirklich aus dem Grund, dass sie helfen wollen“, weiß Heinzl, der 17 Jahre beim Roten Kreuz tätig war und einen frommen Wunsch hat: „Am besten wäre, wenn die Spender Blut und Plasma abwechselnd geben würden.“
Rückgang seit Corona
„Derzeit bekommt man bei uns schnell einen Termin“, sagt der Zentrumsleiter, der vor Corona bis zu 40 Prozent mehr „Kundschaft“ hatte. „Die meisten Leute, die kommen, sind Dauerspender“, weiß Heinzl, der erklärt, warum die Plasmaspende neben der Blutspenden wichtig ist: „Vier von fünf Personen in Österreich benötigen im Leben zumindest einmal ein Produkt, das aus Blutplasma hergestellt ist.“














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