14.07.2022 16:50 |

Sie atmete Blut ein

Freundin totgeprügelt: Tiroler (35) verurteilt

Aussage gegen Beweise - eine zweite Aussage gibt es nicht, denn das Opfer ist tot. Angeklagt ist der 35-jährige Lebensgefährte. Er soll die Innsbruckerin im November mit Faustschlägen und Fußtritten totgeprügelt haben.

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„Wir wollten heiraten, wollten Kinder. Wir wollten alles zusammen durchstehen. Sie war der Mittelpunkt in meinem Leben", schluchzt der 35-jährige Tiroler. Während seiner langen Aussage, unter anderem vor der vorsitzenden Richterin Nadja Obwieser, muss er einige Male sein Taschentuch zücken. Immer wieder beteuert er, wie sehr er seine Freundin geliebt habe. Nie weicht er von der Geschichte ab, die er seit dem Notruf erzählt hat.

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Sie war der Mittelpunkt meines Lebens.

Der Angeklagte über das Opfer

Er änderte nie seine Version der Geschichte
Dass sie am Morgen des 23. November 2021 wieder einen Schwächeanfall erlitten und etliche Male gestürzt sei. Dass er mehr als 15 Stunden lang versucht habe, sie aufzufangen, aufzusetzen, sie zu überreden, in die Klinik zu fahren.

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Sie war dreimal so schwer wie normal.

Der Angeklagte stand unter Medikamenteneinfluss, die Freundin war laut ihm wie ein "nasser Sack".

Selbst war er stark unter dem Einfluss von Cannabis und Beruhigungsmitteln. Er habe sie nicht halten können, immer wieder sei sie ihm aus der Hand geglitten wie ein „nasser Sack“. Immer wieder habe sie versucht, sich aufzurichten, nur um erneut auf diverse Gegenstände zu fallen.

Der Obduktionsbericht widerspricht dem Angeklagten
Laut dem Gutachter soll der 35-Jährige seine Freundin mit der Faust geschlagen und mit den bloßen Füßen getreten haben. Ein Zahn brach ab, sie erlitt Einblutungen am ganzen Körper, an den Armen typische „Zupack-Halte-Zeichen“ sowie Abwehrverletzungen.

Gestorben ist die junge Frau nach einer Einblutung unter die harte Hirnhaut, infolge derer das Gehirn verschoben wurde. Entweder schmetterte der Angeklagte ihren Kopf gegen eine glatte Oberfläche oder sie stürzte. Bewusstlos verschluckte sie Blut, erbrach und atmete wohl auch erbrochenes Blut ein. Am 25. November verstarb sie in der Klinik Innsbruck.

Gericht fällt einen klaren Schuldspruch
Nicht rechtskräftiges Urteil: 13 Jahre Haft. Aber nicht wegen Mordes, sondern wegen absichtlich schwerer Körperverletzung. Der Angeklagte kann nach der Urteilsverkündung nur noch stottern.

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