Neue Chefin

Vielfalt steht im Theater Phönix ganz oben

Vielfalt steht ganz oben auf ihrer Liste, wenn es um die Zukunft des Theater Phönix in Linz geht: Die neue Chefin Silke Dörner hat fast das gesamte Ensemble ausgetauscht und bei der Neubesetzung auf Diversität geachtet. Auch der neue Spielplan ist bunt und vor allem auch weiblich dominiert. Eine Rundumerneuerung!

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„Es gibt so viele gesellschaftliche Veränderungen, dass man sich fragen muss: Wo finden wir unsere Lebensrealität im Theater überhaupt wieder?“ Silke Dörner braucht im Theater Phönix an der Linzer Wiener Straße nur aus dem Fenster zu schauen, um die Vielfalt der Bevölkerung zu sehen - und genau das will sie auch zeigen. Sie hat ganz viel Neues für die kommende Spielzeit vor. Von infrastrukturellen Maßnahmen wie barrierefreiem Zugang über Energiesparkonzepte und Ticketpreisanpassungen bis zu neuen Formaten und neuen Darstellern: 350 Bewerbungen gab es für fünf Ensemblestellen (einzig Martin Brunnemann bleibt), in der Ausschreibung wurde Diversität ausdrücklich begrüßt. Aufgenommen wurden schließlich Gina Christof, Mirkan Öncel, Gulshan Bano Sheikh, Lara Sienczak und Marius Zernatto. Im neuen Format „Balkon:Dienstag“ soll diskutiert und experimentiert werden, mit der „Klimazone“ wird ein Sinnestheater uraufgeführt, und mit „Rückkehr nach Linz“ will man aus dem Theater hinaus in die Stadt gehen: „Wir wollen zugehen auf Menschen, die sich bisher nicht willkommen geheißen fühlten“, so Dörner.

Auch Stammpublikum will man halten
Die erste Saison der neuen Phönix-Leiterin beginnt am 29. September mit der Premiere von „Antigone“ in einer Fassung von Friedensaktivistin und Regisseurin Katja Ladynskaya. Weiters am Spielplan: „Weltuntergang“ des im KZ gestorbenen Schriftstellers Jura Soyfer, die Uraufführung „Blind Gang Boom“ der jungen Südtirolerin Eleonore Khuen-Belasi, die österr. Erstaufführung nach dem preisgekrönten Roman „Identitti“ von Mithu Sanyal, das neue Schauwerk-Stück „Heroisch in die Katastrophe“ und die Szenische Lesung „Love Letters“ - hier blitzt das „alte“ Phönix auf, spielen doch die Urgesteine Ferry Öllinger und Ingrid Höller auf. Denn: Das Stammpublikum will man bei allen Neuerungen halten.

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