29.03.2022 15:01 |

5 Funde in der Ukraine

So sieht es in russischen Fake-News-Fabriken aus

Der ukrainische Geheimdienst SSU hat laut eigenen Angaben seit Kriegsbeginn fünf russische Fake-News-Fabriken auf ukrainischem Territorium entdeckt und demontiert. Mit Tausenden SIM-Karten und Mobilfunkterminals wurden mehr als 100.000 gefälschte Social-Media-Profile mit Propaganda bespielt. Sie sollten die Ukrainer demoralisieren.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Auf seiner Website zeigt der Geheimdienst die beschlagnahmte Technik: Hundert GSM-Gateways, mit denen die russischen Propagandakrieger sich in die Mobilfunknetze der Ukraine einklinkten, dazu 10.000 SIM-Karten verschiedener ukrainischer Provider sowie Computer, mit denen die Aktivitäten der Fake-Konten koordiniert wurden.

Ukrainer sollten demoralisiert werden
Die Fake-News-Fabriken wurden in den Städten Charkiw, Tscherkassy, Ternopil und im westukrainischen Verwaltungsbezirk Transkarpatien entdeckt. Genutzt wurden sie laut SSU, um mit Fake-Konten in sozialen Netzen demoralisierende Botschaften an die ukrainische Bevölkerung zu senden und sie mit Falschinformationen in Panik zu versetzen.

Die beschlagnahmte Technik im Detail:

Betrieben wurden die Propagandazentren offenbar von russischen Spezialkräften. Es wurden Ermittlungen eingeleitet, den Betreibern soll für den „Angriff auf die territoriale Integrität und Unverletzlichkeit der Ukraine“ der Prozess gemacht werden. Verhaftungen im Zusammenhang mit den Fake-News-Fabriken wurden aber noch nicht gemeldet.

De Cyberkrieg intensiviert sich
Wie „Bleeping Computer“ hervorhebt, sind die Fake-News-Fabriken nur ein Aspekt des Cyberkriegs in der Ukraine. Am Samstag meldete der SSU etwa die Festnahme eines Mannes, der Social-Media-Konten kaperte, um gefälschte Spendenaufrufe zu verbreiten. Auch Aktivitäten der russischen Hackergruppe „Armageddon“ wurden entdeckt: Sie saugt im Zuge einer Phishing-Kampagne Informationen von ukrainischen Computern ab.

Am Montag wurde einer der größten ukrainischen Internet-Provider Ziel russischer Hacker, in der Folge kam es zu landesweiten Ausfällen. Um sicherzustellen, dass die Netzwerke den Streitkräften weiter zur Verfügung stehen, habe man den Zugriff für Firmen und Privatpersonen eingeschränkt, teilte die ukrainische IT-Sicherheitsbehörde mit. Die Attacke sei erfolgreich abgewehrt worden, hieß es später.

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mittwoch, 25. Mai 2022
Wetter Symbol