15.03.2022 13:05 |

Der Fight geht weiter

Horner ätzt gegen Wolff: „Steuerflüchtling!“

Die neue Formel-1-Saison hat noch nicht einmal begonnen, da fliegt schon der erste Giftpfeil von Seiten Red Bulls in Richtung Mercedes. „Ich lebe nicht als Steuerflüchtling in Monaco und leite ein Team aus der Ferne“, stichelte Christian Horner über Toto Wolff.

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„Wir sind sehr unterschiedlich“, sagte Horner in der „Daily Mail“. „Wenn ich nicht an der Rennstrecke bin, bin ich in der Fabrik. Mein Terminkalender ist vom Moment meiner Ankunft bis zu meiner Abreise voll mit Problemen innerhalb des Teams.“

Früh hatte er den Versuch einer aktiven Motorsport-Karriere ad acta gelegt und wechselte anschließend in die Management-Ebene. „Ich bin mit dem Sport aufgewachsen. Ich bin im Herzen ein Rennfahrer“, so der 48-Jährige.

Gatte von Spice Girl
Im Gegensatz zu Mercedes-Boss Wolff. „Toto hat einen ganz anderen Hintergrund. Er hat einen finanziellen Hintergrund und ist sehr getrieben von dem, was die Bilanz sagt. Ergebnisse diktieren diese Leistung.“

„Teilt er die gleiche Leidenschaft wie ein Rennfahrer? Ich habe keine Ahnung. Wird er in zehn Jahren hier sein oder hat er abkassiert und sitzt auf seiner Superyacht? Ich habe keine Ahnung“, stichelte der Gatte von Space Girl („Wannabe“) Geri Halliwell weiter.

Horner blickt nach vorne
Horners Beziehung zu Toto sei „professionell“. Abendessen oder private Treffen gebe es aber nicht. „Er ist nicht der Typ, mit dem ich so etwas mache, aber ich habe Respekt vor dem, was er getan und erreicht hat.“

Die vergangene Saison, insbesondere der so viel diskutierte Titelkampf zwischen ihren beiden Aushängeschildern Max Verstappen und Lewis Hamilton sei abgehakt. Viel mehr widme er sich den anstehenden Aufgaben: „Wird er (Toto Wolf, Anm.) dieses Jahr der Hauptgegner sein? Ich habe keine Ahnung.“

Red Bull gegen Mercedes ist Philosophie gegen Ideologie
Ein persönliches Problem habe der Red-Bull-Racing-Boss nicht mit seinem Rivalen, aber „er ist der Typ, der ziemlich leicht zu reizen ist, also macht es immer Spaß, ihn ein bisschen aufzuziehen. Aber er ist kein schlechter Kerl, das ist sicher.“

Horner sieht den Kampf zwischen Red Bull und Mercedes als einen Kampf zwischen Philosophien und Ideologien sowie als Kampf zwischen Rennfahrern. Für ihn ist es neu gegen alt, Einzelgänger gegen die Maschine, Blaudenker gegen das Establishment, Rockmusik gegen Klassik. Dieser Unterschied, sagt er, liegt im Herzen des erbitterten Kampfes zwischen den beiden Teams.

krone Sport
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