06.03.2022 16:00 |

680 Soldatinnen aktiv

Frauen als fixer Bestandteil des Bundesheeres

Im April 1998 rückten die ersten elf Damen beim Heer ein. Heute zählt man rund 680 Soldatinnen, die in der Männerdomäne vollste Anerkennung erfahren und die wir anlässlich des Weltfrauentages vor den Vorhang bitten.
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Als am 1. April 1998 elf Frauen im steirischen Straß einrückten, wurde das erste Kapitel einer Erfolgsgeschichte geschrieben. Anfängliche Skepsis wich rasch vollster Anerkennung – die Frauen setzten sich durch und fanden zahlreiche „Nachahmungstäterinnen“. Derzeit leisten rund 680 Soldatinnen Einsätze im In- und Ausland – das sind insgesamt fünf Prozent. Ranghöchste Heeresangehörige ist Kommandantin Jasmine Krutzler (siehe auch Seite 42). Im Burgenland versehen rund 20 Frauen den Dienst mit der Waffe.

Die Soldatinnen wollen nach ihrer Leistung beurteilt werden. Und werden es auch. „Keine Bevorzugungen mehr, keine Ausreden mehr gelten lassen. Soldat ist Soldat, egal, welches Geschlecht“, sagt Wachtmeisterin Anna F., eine Panzerkommandantin. Es sei aber teilweise schwer, das Vertrauen von Vorgesetzten zu bekommen. „Man wird oft als Frau abgestempelt und muss sich doppelt so viel Respekt verdienen.“

Herausforderung und Abenteuer
Oberleutnant Evelyn M., eine Hubschrauberpilotin, war auf der Suche nach Herausforderung und Abenteuer. „Das Militär hat mich schon als Jugendliche fasziniert. Ich wollte etwas Sinnvolles machen und einen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten.“

Die körperlichen Anforderungen an Frauen, die Karriere beim Bundesheer machen wollen, unterscheiden sich von jenen für Männer. Bei der Eignungsprüfung sind mindestens acht Liegestütze erforderlich, Männer müssen 15 schaffen. Beim Standhochsprung sind für Frauen 28 Zentimeter erforderlich, für Männer 37. Anwärterinnen müssen zudem sechs Klimmzüge im Schräghang können, Männer zehn. 2400 Meter müssen Frauen in längstens 14.51 Minuten laufen, Männer in 13.45 Minuten.

Wo es in modernen Zeiten wie diesen jedoch keinen Unterschied gibt: Bei der Entlohnung.

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