12.02.2022 11:42 |

Nordische Kombination

Großschanzen-Trainings: ÖOC-Asse ganz vorne dabei

Den österreichischen Kombinierern bei den Olympischen Spielen in China ist der Umstieg von der Normal- auf die Großschanze mehrheitlich gut geglückt. Franz Josef Rehrl (1,3,2), Johannes Lamparter (4,4,1) und Mario Seidl (3,1,5) belegten in den drei Trainings-Durchgängen am Samstag durchwegs Top-5-Plätze, der „bronzene“ Lukas Greiderer kam auf die Ränge 9, 15 und 15, Martin Fritz auf 12, 18 und 22. Die Konkurrenz für den Dienstag-Bewerb musste sich durchwegs hinten anstellen.

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Nicht dabei waren allerdings weiterhin die Abwesenden von der Normalschanze, allen voran Jarl Magnus Riiber. Wie beim Norweger liegen auch beim Esten Kristjan Ilves sowie bei den Deutschen Eric Frenzel und Terence Weber keine zwei negativen Tests vor, um aus der Corona-Quarantäne zu dürfen. Beim DSV-Duo gehen die Ct-Werte in die richtige Richtung. Ersatzmann Manuel Faißt war schon am Montag eingetroffen.

Für den Normalschanzen-Bewerb am vergangenen Mittwoch hatte DSV-Bundestrainer Hermann Weinbuch auf dessen Aufstellung verzichtet, da er dann Frenzel oder Weber ganz hätte abmelden müssen. Dieser Status gilt weiterhin. Aktuell darf Faißt nicht als offizieller Athlet am Training teilnehmen, sondern nur als Vorspringer. Bis Mitte der Woche muss es bei den Deutschen eine Entwicklung geben, da es spätestens für den Teambewerb am Donnerstag vier Leute braucht.

Lamparter freute sich, dass die Teilnahme der deutschen Equipe garantiert scheint. „Das ist es, was wir wollen, so richtig kämpfen.“ Gerüstet dafür dürfte der Weltcup-Führende sein. „Ich bin zufrieden, wie ich reingestartet bin auf der Großen. Jetzt heißt es weiterentwickeln und den Weg weitergehen.“ Rang vier im ersten Bewerb habe am Tag danach noch wehgetan. „Es war nicht einfach für mich persönlich. Aber ich habe mich wieder gut erfangen, bin wieder gut aufgestellt.“

Rehrl gab an, noch besser als auf der Normalschanze zurechtzukommen. „Es taugt mir voll, ich komme super ins Fliegen. Ich kann gut marschieren über dem Tisch raus“, erklärte der Steirer. „So muss man anfangen, denn dann kann man auch am Set-up feilen.“ Dabei gehe es um Feinheiten an Schuh und Bindung. Alle noch ausständigen Trainingssprünge werde er aber wohl nicht mehr absolvieren. Mit 137 m hatte Rehrl den drittweitesten Satz des Tages.

Seidl war im zweiten Heat noch einen halben Meter weiter. Der Salzburger war für den Auftakt-Bewerb nicht berücksichtigt worden, hat sich aber stattdessen schon auf die zweite Chance vorbereitet. „Die Situation habe ich schon öfters gehabt. Ich habe mich fokussiert auf meine Stärken, auf das Fliegerische.“ Er wolle ebenso nicht alle Versuche absolvieren, Sonntag und Montag gibt es noch je drei Möglichkeiten. „Noch ein paar gute Sprünge zum Genießen.“

Chefcoach Christoph Eugen wird das Team am Sonntag aufstellen, Greiderer wird da sicher berücksichtigt. Noch aber fand er sich auf der Großschanze nicht besonders zurecht. „Es ist durchaus noch Steigerungspotenzial da. Ich hoffe, dass das in den nächsten Tagen noch kommt. Schlecht ist es nicht, aber ich habe überhaupt nicht reingefunden“, musste der Tiroler eingestehen. „Ich bin noch zu wenig aggressiv am Weg, ein bisschen zu gemütlich.“

Fritz schließlich scheint nach den ersten Eindrücken der erste Wackelkandidat für die Großschanze zu sein, als Zwölfter war er auf der Kleinen auch der „nur“ viertbeste Österreicher. „Ich muss schauen, dass ich aggressiver reingehe“, hatte der Steirer zumindest theoretisch ein Rezept für den Sonntag schon parat. „Mit den Sprüngen habe ich mich nicht ausgezeichnet, da werde ich schwere Karten haben. Aber ich werde gescheit arbeiten und gut angreifen.“

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