24.01.2022 06:30 |

Nach Cortina d‘Ampezzo

Ramona Siebenhofer: „Ich ziehe mich zurück“

Im letzten Rennen vor der Olympia-Nominierung hat Tamara Tippler untermauert, dass sie ins Team für China gehört. Im Super-G in Cortina verpasste die Steirerin am Sonntag nur um wenige Hundertsteln ihren ersten Sieg im alpinen Ski-Weltcup. Bei den Speed-Ladies gehen nun ein paar Wege auseinander. Nicht alle werden in dieser Woche in Garmisch-Partenkirchen starten, Ramona Siebenhofer etwa pausiert vor ihrem Abflug, sie „zieht sich zurück“. Cornelia Hütter unternimmt gar einen Europacup-Abstecher.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

„Ich war noch nie so nahe an einem Sieg“, kommentierte Tippler den Super-G-Endstand, der ihr nur 0,09 Sekunden Rückstand auf die Italienerin Elena Curtoni bescheinigte. „Ich habe am Anfang nicht gewusst, was das wert ist. Als ich gesehen habe, dass die meisten hinter mir sind, habe ich schon gedacht, Top fünf kann sich ausgehen.“ Vor allem der starke Schlussabschnitt half der 30-Jährigen auf dem Weg zum ersten Saison-Podestplatz. „Die neun Hundertstel kann man überall suchen. Am Start war ich schon nicht schnell“, sagte sie, wollte aber nicht hadern. „Die Hundertstel sind manchmal für einen, manchmal gegen einen.“

Neben Tippler heimsten in diesem Winter noch Ramona Siebenhofer, Mirjam Puchner und Ariane Rädler Stockerlplätze in einem oder mehreren Speed-Rennen ein. Cornelia Hütter und Christine Scheyer schnupperten als einmalige Vierte beziehungsweise Fünfte daran. Die übrigen ÖSV-Athletinnen waren von den Ergebnissen doch zumeist mit Respektabstand dahinter oder nicht konstant genug, um bei der Ticket-Vergabe mitzumischen.

Bis auf Siebenhofer alle ÖSV-Damen in Garmisch dabei
Weil bei den Spielen in Peking und Umgebung die Technikerinnen den Anfang machen und die Speed-Konkurrenzen der Frauen erst am 11. Februar mit dem Super-G beginnen, ist am kommenden Wochenende Garmisch für alle außer Siebenhofer noch ein Thema. Die Steirerin lässt auch den Kronplatz-Riesentorlauf am Dienstag aus. „Ich ziehe mich jetzt zurück, mache ein paar Tage frei und werde dann den vollen Fokus auf die Olympischen Spiele legen“, betonte Siebenhofer. Dort wird sie schon im Riesentorlauf in der ersten Woche (7. Februar) im Einsatz sein.

Für Tippler und Puchner ist Garmisch dagegen auf der Rechnung. „Ich glaube, dass ich das jetzt brauche, dass ich einfach im Rennrhythmus bleibe“, sagte Puchner, die nach Cortina zuversichtlich war, „dass die Form stimmt“. Hütter ist nach der Genesung von einer Covid-Erkrankung in erster Linie „froh, dass ich wieder dabei bin“. Um wieder zu Kräften zu kommen, will die Steirerin beim Europacup diese Woche in St. Anton als Vorläuferin antreten. Bei Rädler ist noch unklar, wie sie ihre Corona-Infektion überstanden hat.

Die Trainings für die Garmisch-Abfahrt am Samstag finden am Donnerstag und Freitag statt. Wie in Cortina d‘Ampezzo steht zum Drüberstreuen am Sonntag noch ein Super-G auf dem Programm. Dieser wird das ultimativ letzte Weltcup-Rennen vor den Olympia-Bewerben sein.

krone Sport
krone Sport
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mittwoch, 18. Mai 2022
Wetter Symbol