16.01.2022 15:00 |

Viel Impfstoff lagernd

Gefahr einer Grippewelle heuer noch nicht gebannt

Bisher gab es wenige Grippefälle, doch die Zahl könnte in den nächsten Wochen noch nach oben schnellen. Dazu droht eine zusätzliche Ansteckung mit Corona, Krankheitsverläufe seien dann nur schwer abschätzbar. Auch jetzt kann man sich noch gegen Influenza impfen lassen, ausreichend Dosen seien vorhanden.

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Bislang erfüllten sich die hohen Erwartungen des Landes Steiermark an die Grippeimpfung nicht: Von den 40.000 bestellten Dosen wurde seit Oktober erst knapp über ein Drittel verimpft. Mit 16.600 Stichen liegt man zwar 3000 über den Zahlen vor der Corona-Pandemie, aber 2000 unter jenen im Vorjahr.

„Es macht Sinn, sich auch jetzt noch impfen zu lassen“, sagt Amtsärztin Barbara Pitner. Ausreichend Impfstoff sei vorhanden, die Influenza-Zahlen könnten in den nächsten Wochen steigen: „Wir rechnen damit.“

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Es macht Sinn, sich auch jetzt noch impfen zu lassen.

Barbara Pitner

Impfstoff wird im Juni entsorgt
In der ersten Woche des neuen Jahres zeigt die Grippestatistik der ÖGK 3200 grippale Infekte und Grippefälle. Keine Entwarnung, denn: Vor zwei Jahren gipfelte die Welle fünf Wochen später in 15.000 Erkrankten, sie flaute erst Ende März wieder ab. Im Juni landet der Rest-Impfstoff dann übrigens im Müll: Wegen ständig mutierender Stämme muss im Herbst ein neuer Impfstoff her.

Bedenken, sich wegen eines anstehenden Corona-„Boosters“ nicht gegen Influenza impfen zu lassen, räumt Pitner aus: „Sogar am selben Tag können beide Impfstoffe verabreicht werden!“

Sorgen vor Doppelinfektion
Möglich sei aber auch, zur selben Zeit an Corona und Grippe zu erkranken: „Dann muss man auch beides mit den entsprechenden Medikamenten behandeln“, sagt der Infektiologe Robert Krause. Momentan gebe es im LKH Graz noch keinen solchen Fall, man rechne auch nur mit wenigen: „Weil gerade alle Maske tragen.“ Das sei die beste Maßnahme gegen beide Erkrankungen.

Bedeutet eine Doppelinfektion aber auch doppelt so starke Symptome? „Wie schwer der Verlauf sein wird, kann im Vorhinein schwer abgeschätzt werden. Das ist ganz unterschiedlich.“ Manche treffe auch die Grippe alleine leichter, andere schwerer, je nach Faktoren wie Alter.

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