14.12.2021 10:50 |

Bei „Zuletzt online“

WhatsApp mit Neuerung gegen Stalker & Datenhändler

Der meistgenutzte Smartphone-Messenger WhatsApp macht es Stalkern und Datenhändlern künftig schwerer, die Aktivitäten seiner User zu verfolgen: Der „Zuletzt online“-Status, der Auskunft darüber gibt, wann jemand zuletzt WhatsApp genutzt hat, wird Unbekannten, mit denen man zuvor nicht gechattet hat, künftig standardmäßig nicht mehr gezeigt.

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Bisher mussten die Nutzer dies in den Einstellungen des Messengers selbst in die Wege leiten: Man musste in den Kontoeinstellungen im Untermenü Datenschutz festlegen, dass nur Freunde oder überhaupt niemand den „Zuletzt online“-Status einsehen kann. Andernfalls konnte jeder, der über die Telefonnummer verfügt, feststellen, wann man zuletzt aktiv war.

Die Neuerung wurde vom Newsportal „WABetaInfo“ zuerst in der englischsprachigen Version von WhatsApp entdeckt und wird derzeit offenbar nach und nach für Android- und iOS-Nutzer in aller Welt aktiviert.

Stalker und Datenhändler haben es schwerer
Mit der Änderung, den „Zuletzt online“-Status nur noch den Kontakten zu zeigen, macht es WhatsApp Stalkern mit der Telefonnummer eines Nutzers schwerer, dessen Nutzungsgewohnheiten zu verfolgen. Auch Datenhändler oder Drittanbieter-Apps, die versuchen, etwas über die WhatsApp-Nutzung einer Person herauszufinden und Statistiken zu erstellen, haben es schwerer.

Es ist nicht die erste Änderung, mit der die Betreiber die Privatsphäre zu verbessern versuchen. Kürzlich wurde - siehe Video - eine Funktion ausgeweitet, mit der man Nachrichten mit „Selbstzerstörungsfunktion“ verschicken kann, die sich nach einer gewissen Zeit von selbst löschen.

Großer Wirbel um neue WhatsApp-AGB
Die neuen Privatsphäre-Funktionen folgen Monate nach einem großen Aufschrei um neue Nutzungsbedingungen, die einen verstärkten Datenaustausch mit Konzernmutter Facebook (Meta) vorsahen. Die neuen AGB sorgten nicht nur bei den Nutzern für Ärger, sondern zogen auch eine 225-Millionen-Euro-Strafe der irischen Datenschutzbehörde nach sich.

Facebook gab sich nach PR-Fiasko neuen Namen
Auch Konzernmutter Facebook sah sich zuletzt heftiger Kritik ausgesetzt: Durch die Enthüllungen einer Ex-Mitarbeiterin wurde bekannt, dass Facebook interne Studien vorlagen, die etwa einen negativen Einfluss des Foto-Netzwerks Instagram auf Jugendliche belegten, den Dienst deshalb aber nicht änderte. Für Facebook entwickelte sich die Sache zum PR-Fiasko, am Ende benannte sich der Konzern mit den Töchtern WhatsApp und Instagram sowie Oculus in Meta um.

Gründer Mark Zuckerberg begründete den Schritt mit einem Fokus auf das sogenannte „Metaverse“ - eine Virtual-Reality-Welt, die nach dem Wunsch des Facebook-Erfinders in der Zukunft virtuelle Zusammenkünfte durch die VR-Brille ermöglichen soll. Auch andere IT-Riesen sehen in Virtual-Reality-Technologie einen wichtigen Zukunftsmarkt.

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