Aus Schacht gerettet

Beherzte Katzen-Rettung in letzter Minute

Als am letzten Feiertag in der Kommandozentrale der Freiwilligen Feuerwehr Ratsch an der Weinstraße in der Steiermark ein Hilferuf für eine Katze in Notlage einging, waren die Retter noch von einem Routineeinsatz ausgegangen. Man vermutete, dass das Tier sich in einen Kellerschacht verkrochen hatte, und mit ein paar Tricks wieder von selbst hervorkommen würde. Dem war nicht so und die Rettung gestaltete sich schwieriger als gedacht. 

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Der kleine „Silvester“ war einer Familie im alten Gemeindehaus erst zwei Tage zuvor in der Umgebung aufgefallen, und schien unterernährt und verwahrlost. Ein Besitzer war nicht ausfindig zu machen und alle bemühten Einfangversuche scheiterten. Die Samtpfote flüchtete in ein Ablussrohr im Keller und war nicht mehr gesehen. Leider konnte sie sich selbst nicht mehr befreien und das jämmerliche Wimmern wurde immer lauter. Die Profis in Form der Freiwilligen Feuerwehr mussten ran und einen Weg in die Freiheit finden. 

Gefährliche Aktion
Bei der weiteren Erkundung wurde festgestellt, dass sich die Katze knapp 50 Zentimeter vor dem rettenden Auslauf des Schachtes aufhielt, aber vermeintlich feststeckte. Ein direktes Erreichen war nicht möglich, daher versuchte man sie von der anderen Seite herauszuschieben, doch leider schlug auch dieser Versuch fehl, das Tier zu befreien. Die Retter sahen nur noch einen letzten Ausweg - man versuchte mit ein wenig Wasser die unglückliche Fellnase zu umspülen, um auch Geröll und Schotter zu lösen. Mit großer Vorsicht - damit das Tier nicht zu ertrinken droht - wurde ein Schlauch eingebracht und innerhalb weniger Sekunden wurde „Silvester“ aus dem Rohr gespült. 

Ende gut, alles gut
Mit großen Augen, zitternd und nass - aber die junge Katze war augenscheinlich unverletzt! In den vorgerückten Nachtstunden war kein Hilfsdienst mehr erreichbar, und so bliebt das gerettete Fellknäul über Nacht bei der Familie. Mit großem Hunger und Durst, aber auch offensichtlich froh über seine Rettung erholte es sich, bis es am nächsten Tag direkt zur Tierärztin ging. Durch die Ähnlichkeit zu einer bekannten Zeichentrickfigur und dem bevorstehenden Jahreswechsel wurde der kleine Kater vom Einsatzleiter der Feuerwehr kurzerzand auf den namen „Silvester“ getauft. 

Bei der veterinärmedizinischen Untersuchung wurde festgestellt, dass er erst ungefähr fünf Monate alt ist und an Gewicht zulegen muss. Mit ein wenig Pflege und Zuwendung im Tierheim Adamhof wird das sicher rasch gelingen und wir sind sicher, dass der abenteuerlustige Kerl bald einen Platz finden wird, den er sein Zuhause nennen kann. Danke an alle Beiteiligten für den beherzten Einsatz!

 Tierecke
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