02.12.2021 17:00 |

Impfen notwendig

Falsche Hoffnung um Medizin

Vor allem viele junge Salzburger zögern noch beim Impfen – viele aufgrund von falschen Erwartungen. Währenddessen ist vieles rund um den Salzburger Omikron-Fall weiter unklar, die Lage in den Spitälern weiter angespannt. Deswegen sollen nun die niedergelassenen Ärzte in den Krankenhäusern aushelfen.
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Bezüglich Omikron-Variante ist es in Salzburg rund um die Behörden still geworden. Am Montag landete ein Flugzeug aus Südafrika über einen Zwischenstop am Salzburger Flughafen – mit an Bord ein Wiener, der später in einer Salzburger Teststraße positiv auf die neue Mutation getestet wurde (die „Krone“ hat berichtet). Ob auch Salzburger an Bord der Maschine waren, oder ob es gar Kontaktpersonen oder weitere Infizierte gibt, war auch am Mittwoch weiter unbekannt. Es werde „jeder Verdachtsfall prioritär behandelt, die PCR-Probe sequenziert und die Kontaktpersonen erhoben und abgesondert“ sagte Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz im Bezug auf den generelle Umgang mit der neuen Mutation. Zum expliziten Mutations-Fall von Montag gab es jedoch keine weiteren Informationen.

Auch fernab von der neuen Mutationsform ist das Salzburger Infektionsgeschehen weiter groß. Das zeichnet sich auch in den Spitälern ab. So lagen am Mittwoch 255 Patienten mit einer Covid im Spital, davon mussten 45 auf einer Intensivstation behandelt werden. Weitere neun Patienten waren auf der neu geschaffenen Transferstation in der Christian-Doppler-Klinik untergebracht. In den vergangenen 24 Stunden sind zehn Covid-Positive in Salzburg verstorben – das trauriger Jahreshöchstwert.

Salk-Primar Richard Greil spricht von einer „extrem angespannten Situation“. Deswegen wendete sich nun die Ärztekammer an die niedergelassenen Ärzte und bat sie um Unterstützung in den Spitälern.

Medikamente ersetzen die Covid-Impfung nicht
Trotzdem bleibt die Impfquote im Bundesland dürftig. Vor allem die Jüngeren zögern mit der Immunisierung – vielleicht aus den falschen Gründen. So setzen viele ihre Hoffnung in die bereits bestellten Covid-Medikamente. Die Rechnung geht laut Gesundheitsreferent Christian Stöckl aber nicht auf: „Die Covid-Medikamente können – wenn sie früh eingesetzt werden – einen Krankheitsverlauf lediglich abmildern. Ein Spitalsaufenthalt ist trotzdem notwendig“, sagt er.

1700 Kinder haben bereits einen Stich erhalten
Mit der Zulassung vom Biontech-Impfstoff für Kinder ab fünf Jahren können nun auch die Kleinsten geimpft werden. Eine Impfstraße im Marionettentheater ist seit Montag eingerichtet, auch beim Kinderarzt ist die Impfung möglich (die „Krone“ hat berichtet). 1724 Kinder zwischen fünf und elf Jahren haben in Salzburg bereits eine Dosis erhalten, vollimmunisiert sind 166.

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