30.11.2021 12:34 |

„Höchststand in Welle“

Alle Intensivbetten in der Oststeiermark belegt

In der Steiermark spitzt sich die Situation in den Krankenhäusern zu: Die Belegung von Intensivbetten mit Corona-Patienten ist auf dem „Höchststand dieser Welle“, erklärte der Sprecher der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes), Reinhard Marczik am Dienstag. Besonders prekär sei die Lage in der Oststeiermark. Dort sind alle Intensivbetten belegt. Die Notfallversorgung jeglicher Art sei dort bereits seit der Vorwoche „kritisch“.

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Über das Wochenende war es zwar zu einem starken Rückgang der Patientenzahlen gekommen, aber mittlerweile sei man schon fast wieder ganz oben, so Marczik. Die KAGes verzeichnete Dienstagfrüh 76 Intensivpatienten, am Montag waren es 71 gewesen. Hinzu kommen vereinzelte belegte Intensivbetten in nicht von KAGes geführten Spitälern. Ein dauerhaftes Abfallen der Kurve bei den Intensivpatienten sei nicht absehbar. Der starke Rückgang vom Wochenende sei nur von kurzer Dauer gewesen.

Nur mehr vereinzelt Intensivbetten frei
Speziell die Krankenhäuser in Feldbach, Fürstenfeld und Hartberg sind an der Kapazitätsgrenze angelangt. Kommt dort ein Notfall herein, müsse bereits nach anderen Standorten gesucht werden. Nicht viel besser sei die Lage in Weiz, wo nur eine sehr kleine Intensivstation vorhanden ist. Doch auch in den übrigen steirischen Regionen sei kaum noch Spielraum. Überall seien nur noch vereinzelte Intensivbetten frei, sagte der Sprecher.

„Leichte Triage“ kommt zur Anwendung
Bereits seit Wochen sind elektive Operationen ausgesetzt. Damit ist eine „leichte Triage“ praktisch überall schon in Anwendung. Eine „harte Triage“, bei der beispielsweise zwischen zwei Notfallpatienten entschieden werden muss, wer operiert werden kann und wer nicht, sei glücklicherweise noch nicht nötig gewesen. Diese Fälle konnten bisher aber auch nur durch viele Telefonate mit anderen Spitälern und der Suche nach den letzten freien Betten verhindert werden, schilderte Marczik.

Omikron-Variante für Spitäler ein „Unsicherheitsfaktor“
Eine große Unbekannte sei laut dem Sprecher noch die Omikron-Variante des Coronavirus. Diese sei in der Planung für die Spitäler ein „Unsicherheitsfaktor“, doch zunächst gelte es, die wissenschaftlichen Daten über die Mutation abzuwarten. Aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) hieß es übrigens Dienstagvormittag, dass in der Grünen Mark bisher kein Omikron-Verdachtsfall vorliege.

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