29.11.2021 14:30 |

Aktion bis 5. Dezember

Start-up sammelt Kleidung für Ärzte in Afrika

Mit den Freizeitklamotten in den Operationssaal: Das wollen die beiden Firmengründer Gregor Kury und Jakob Hohenberger (beide 26 Jahre alt) jetzt verhindern. Seit dem 14. November sammelt das Duo über die Homepage ihres jungen Textilunternehmens mjuks Ärztekleidung. Dort sollen Mediziner aus Österreich die Möglichkeit haben, ihre ausgemusterten Kasacks und Kittel zu spenden, das Gewand geht dann zu Ärzten in Afrika. 

Noch bis zum 5. Dezember läuft die Weihnachtssammelaktion von Kury und Hohenberger. Bis dahin wollen die zwei Jungunternehmer mit ihrem Start-up - welches seinen Firmensitz in Wien hat und komfortable und bequeme Praxiskleidung herstellt - weiterhin ausgemusterte medizinische Kleidungsstücke sammeln. „Bislang wurden uns mehr als 250 Outfits zugeschickt“, freut sich Kury über die derzeitige Zwischenbilanz: „Wir haben wirklich Spenden quer durch Österreich erhalten, von Wattens bis Wartberg.“ 

Freizeitgewand als Bakterienbrutkasten
Ihr Ziel, 500 Kasacks und Kittel zu sammeln, sei damit aber noch nicht erreicht. Grund dieser Weihnachtsaktion waren die zum Teil unzumutbaren Arbeitsverhältnisse in medizinischen Einrichtungen Afrikas: „Dort gehen Ärzte in einigen Regionen mit T-Shirt und Jeans zur Visite“, erklärt Hohenberger. Die Kleidung stelle einen essenziellen Teil der Hygienemaßnahmen in Spitälern dar, denn das Tragen von Freizeitgewand im Klinikalltag sei ein Brutkasten für Bakterien und somit eine gefährliche Infektionsquelle. 

Feedback positiv
„Statt Platzhalter und Staubfänger im obersten Fach im Schrank zu sein, appellieren wir an alle Ärzte, ihre ausgemusterte Kleidung zu spenden, um in anderen Ländern potenzielle Keime vom OP fernzuhalten“, rufen die beiden Mediziner unisono zur Spende auf. „Jeder von uns unterschätzt meistens seinen Einfluss, aber unsere Sammelaktion zeigt, was man bewegen kann, wenn jeder etwas dazu beiträgt“, so Kury. Das bisherige Feedback aus Afrika und der Mediziner sei positiv: „Wir würden die Aktion nächstes Jahr gerne wiederholen.“

So funktionierts:

Auf mjuks.com erhält jeder ein Versandlabel, mit dem man sein Paket mit der gesammelten Kleiderspende ganz einfach und kostenlos bei der nächsten Postfiliale abgeben kann. Gesucht wird ausschließlich medizinische Arbeitskleidung - sie muss nicht nigelnagelneu, aber noch immer tragbar sein.

Ende der Sammelaktion am 5. Dezember
Die zwei Unternehmer können es kaum erwarten, die fröhlichen Gesichter der Mediziner in Afrika zu sehen, „wenn sie zum ersten Mal in ihre neue Arbeitskleidung schlüpfen und damit die Wertschätzung bekommen, die sie so verdient haben!“ 

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