Mo, 25. Juni 2018

Tendenz steigend

12.04.2011 10:59

Bisher über 60 Mio. Euro an Spenden geltend gemacht

Seit der Einführung der Spendenabsetzbarkeit vor zwei Jahren haben rund 320.000 Steuerpflichtige von der Möglichkeit, humanitäre Spenden abzusetzen, Gebrauch gemacht. Das sind zehn Prozent der Steuerpflichtigen, die insgesamt 61,1 Millionen Euro an Spenden steuerlich geltend gemacht haben, erklärte Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka am Dienstag. Dies habe für die Finanz zu einem Steuerausfall von 22,2 Millionen Euro geführt. In den kommenden Jahren werde diese Summe zudem deutlich ansteigen.

Laut Fundraising Verband gehe man auf Basis der Erfahrungen in Nachbarländern davon aus, dass der Anteil der Steuerpflichtigen mit absetzbaren Spenden von zehn Prozent auf rund 30 bis 35 Prozent anwachsen werde. "Damit werden die budgetären Kosten für humanitäre Spenden auf 80 Millionen Euro ansteigen. Gemeinsam mit der beschlossenen Erweiterung der Spendenabsetzbarkeit werden daher aus heutiger Sicht mittelfristig - wie prognostiziert - 100 Millionen Euro erreicht werden", so Lopatka.

Großteil spendet 200 Euro im Jahr
Aus den vorliegenden Daten lasse sich bisher ablesen, dass besonders niedrige und mittlere Einkommensbezieher von der Möglichkeit der Spendenabsetzbarkeit Gebrauch machten. "Die Mehrzahl der Spenden bewegt sich in einem Rahmen von rund 200 Euro jährlich", erklärte der Finanzstaatssekretär.

Das Spendenvolumen sei vor allem durch die Krise gestiegen, so sei in den vergangenen zwölf Monaten von 61 Prozent der Österreicher gespendet worden, das sei um sechs Prozent mehr als im Jahr davor. Lopatka: "Das Spendenaufkommen bei den größten 50 Vereinen ist im Schnitt um fünf bis zehn Prozent gestiegen, jene für mildtätige Organisationen ist seit der Einführung der Absetzbarkeit um zehn Prozent gestiegen."

Absetzbarkeit wird ausgeweitet
Die Spendenabsetzbarkeit galt bisher für humanitäre Spenden, wird nun aber auch auf Feuerwehren, Umwelt-, Natur- und Artenschutzvereine sowie Tierheime ausgeweitet. Lopatka bezeichnete diese Ausweitung als "wichtiges Signal für die gemeinnützige Freiwilligenarbeit im Ehrenjahr 2011".

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