Problemfeld Schulen

Klares Urteil: „Information? Nicht genügend!“

Die Schulen sind offen, aber es soll niemand hingehen. Der Unterricht geht weiter, aber die Kinder sollen lieber daheim mit Lernpaketen arbeiten. Die Lehrer müssen weiterhin täglich in den Klassen stehen, sollen sich aber gleichzeitig um ihre Schüler zu Hause kümmern. Es ist kein Wunder, dass sich niemand mehr auskennt.

Sechs niederösterreichische Schulen sowie 72 Klassen befanden sich zum Wochenende im „ortungebundenen Unterricht“ – Tendenz steigend. Bevor am Montag der Lockdown beginnt, stehen Eltern, Schüler, aber auch Lehrer und Direktoren vor vielen offenen Fragen. Klare Antworten vom Bildungsminister erwartet niemand mehr. Umso größer ist die Verunsicherung, die allermeisten Eltern werden ihre Kinder wohl am Montag wieder in die Schulen schicken.

Kinder daheim betreuen, wenn möglich
„Sie haben heuer schon so viel verpasst“, hört man. Und: „Keiner kann uns sagen, ob es jetzt Schularbeiten geben wird oder nicht.“ Was das alles für die Kinder bedeutet, wird erst die Zukunft weisen. Vom Land kommt nun der klare Appell: „Leider ist es Tatsache, dass sich das Virus in den letzten Tagen trotz des engmaschigen Testsystems auch an unseren Schulen stark verbreitet hat. Wenn Sie Ihre Kinder daheim betreuen können, dann bitte tun Sie das auch!“, sagen Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Johann Heuras.

Größeres Testangebot in stark betroffenen Gebieten
Wie schon beim Impfen legt das Land nun auch beim Testen einen Gang zu: Auf dem Gelände der Messe in Wieselburg wurde gestern eine weitere behördliche Drive-in-Station eröffnet. „Diese soll ab Montag die Station in St. Georgen am Ybbsfelde entlasten, die für den Raum Amstetten zuständig ist“, so Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.

Mostviertel kämpft mit hoher Inzidenz
Das Mostviertel hat derzeit generell mit hohen Infektionszahlen zu kämpfen - besonders betroffen ist dabei die Stadt Waidhofen an der Ybbs, die mit einer Inzidenz von 2317 pro 100.000 Einwohnern nur von einigen Bezirken in Oberösterreich und Salzburg übertroffen wird.

Von
Thomas Lauber
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