16.11.2021 10:22 |

Lösungen gesucht

Köstingers „Tourismusgipfel“ vorerst ergebnislos

Ergebnislos ist der am Montagnachmittag von Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) mit Nachbarländern initiierte, virtuelle „Tourismusgipfel“ zur prekären Corona-Lage zu Ende gegangen. Offen bleibt somit auch die (Auf-)Lösung der Quarantänepflicht für Kinder unter zwölf Jahren. Derzeit schickt etwa Deutschland diese automatisch in Isolation, auch wenn die Eltern geimpft oder genesen sind und somit nach der Rückkehr nicht in Quarantäne müssen.

Köstinger will erreichen, dass Deutschland Kindern unter zwölf eine mögliche Quarantäne bei der Rückkehr aus Österreich erlässt. Immerhin 20 Prozent der Weihnachtsurlauber sind deutsche Familien mit Kindern. Aus Umfragen weiß man zwar, dass 80 Prozent der Winterurlauber doppelt geimpft sind. Die Inlandsnachfrage ist zwar gestiegen, doch niemand weiß, welch psychologische Wirkung Reisewarnungen haben.

„Es werden weitere Beratungen folgen, vor allem um eine Lösung für die Kinder unter 12 zu finden“, teilte ein Sprecher auf APA-Anfrage mit. Nachfragen blieben Dienstagvormittag vorerst offen.

Ninja-Pass als Lösung?
Bereits gestern im Vorfeld der virtuellen Beratungen hatte Köstinger auf die hiesige Lösung mit dem sogenannten Ninja-Pass verwiesen. Durch regelmäßiges, flächendeckendes Testen würden auch Kinder den nötigen 2G-Nachweis erlangen, Ähnliches werde man dem wichtigen Urlauber-Herkunftsland Deutschland vorschlagen. Diesen Ansatz bekräftigte die Politikerin in der „Kleinen Zeitung“: „Wir würden es ähnlich machen wie mit dem Ninja-Pass: Urlauberkinder können sich testen und fahren dann mit einem PCR-Test nach Hause, der sie von der Quarantäne befreit.“

An dem virtuellen Treffen am Montagnachmittag nahmen Vertreter aus Deutschland, Italien samt Südtirol, Tschechien, Slowenien, Lichtenstein, der Slowakei und Ungarn teil. In der heimischen Hotellerie entstand indes wieder richtig großer Katzenjammer. So zeigte sich die Hoteliervereinigung (ÖHV) „fassungslos“ über das Corona-Management der Bundesregierung. Der Ruf nach der Wiederaufnahme und auch einer Steigerung der staatlichen Corona-Hilfen wird lauter.

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