04.11.2021 13:53 |

Aktuelle Studie zeigt

Innsbruck: Wohnpreise binnen 15 Jahren verdoppelt

Dass das Wohnen in Innsbruck teurer geworden ist, ist kein Geheimnis. Ein Vergleich, den „prochecked immobilien“ zwischen den Jahren 2005 und 2020 zieht, macht es aber noch einmal deutlich: Die Quadratmeterpreise für Wohnungen (Kauf) haben sich in 15 Jahren teilweise mehr als verdoppelt.

Was, schätzen Sie, kostet ein Quadratmeter für eine gebrauchte oder neue Eigentumswohnung in Innsbruck?

Das Ergebnis des von „prochecked“ veröffentlichten Vergleiches sehen Sie auf der Grafik: die Preise haben sich teilweise mehr als verdoppelt! Die günstigsten gebrauchten Wohnungen waren 2005 noch um die 2000 Euro/m². Am teuersten waren gebrauchte Wohnungen in Hötting West mit knapp über 3000 €/m². 15 Jahre später schaut die Sache ganz anders aus: Die günstigsten gebrauchten Wohnungen sind am Mentlberg und in der Reichenau zu finden und kosten um die 4000 €/m².

Bis zu 9000 Euro pro Quadratmeter
In Arzl, Hötting, Höttinger Au, Hötting West und Mariahilf muss man sogar über 5000 Euro pro Quadratmeter für gebrauchte Wohnungen hinblättern, auf der Hungerburg sind es über 6000 €/m². So viel muss man „normalerweise“ nur für neue Wohnungen zahlen, wie in Arzl, Hötting oder in der Innenstadt. Es geht aber noch mehr: Um die 7000 €/m² für eine neue Wohnung zahlt man in Hötting West, Vill/Igls, Mühlau, Mariahilf und Wilten. Am teuersten ist auch hier die Hungerburg, wo der Quadratmeter für eine neue Wohnung fast 9000 Euro kostet.

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Je mehr leistbarer Wohnraum von der öffentlichen Hand zur Verfügung gestellt wird, desto größer wird der Druck auf den privaten Markt.

BM Georg Willi

BM Willi: „Gemeinnützige IIG ist ein großer Hebel“
Die „Krone“ hat bei BM Georg Willi nachgefragt, wie die Stadt das Problem in den Griff bekommen möchte: „Der städtische Wohnbau in Kooperation mit den gemeinnützigen Wohnbauträgern und der IIG ist ein großer Hebel“, ist er sich sicher, „je mehr leistbarer Wohnraum von der öffentlichen Hand zur Verfügung gestellt wird, desto größer wird der Druck auf den privaten Markt.“ Andere Stellschrauben seien eine entsprechend hohe Leerstandsabgabe - hier stehe der Tiroler Landtag in der Verantwortung. Die missbräuchliche Verwendung von Airbnb müsse unterbunden werden und „mit Vorbehaltsflächen könnte Bauland mobilisiert werden“, ist Willi überzeugt.

Die Wohnungspreise drücken auch auf die Innsbrucker Mieten. Wie wäre es mit einem Mietendeckel? „Mietrecht ist Bundessache und Eigentum hat in Österreich einen hohen Stellenwert. Es bräuchte hier mutige, durchaus ins Eigentum eingreifende Schritte, um Mietpreise wieder auf ein leistbares Niveau zu drücken. Ein Mietpreisdeckel, wie ihn auch andere Städte haben, wäre ein solcher Schritt“, sagt Willi abschließend.

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