14.10.2021 14:05 |

Finanzpolizei

„Aktion scharf“ gegen Lohndumping direkt an Grenze

Gegen Lohndumping und für einen fairen Wettbewerb der Unternehmer rückten Donnerstagfrüh an vier Grenzübergängen zu Ungarn Kommandos der Finanzpolizei aus. Die Beamten machten Jagd auf Steuersünder und Pfuscher. Unterstützt wurde die Aktion von Arbeiter- und Wirtschaftskammer.

Ob Elektroarbeiten, Autoreparaturen oder Nachhilfe – die Corona-Krise hat den Pfusch in Österreich beflügelt. Hart davon getroffen sind jene heimischen Unternehmen, die ehrlich Steuern in Österreich bezahlen und ihr Personal angemessen entlohnen. „Gerade deshalb müssen wir kontrollieren, dass die Spielregeln eingehalten werden und es für unsere Firmen fair bleibt“, so Wirtschaftskammer-Präsident Peter Nemeth. Donnerstagfrüh fanden daher an den Grenzübergängen Heiligenkreuz, Schachendorf, Nickelsdorf und Klingenbach zeitgleich Schwerpunktkontrollen der Finanzpolizei statt.

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Wir wissen aus Berechnungen, dass dem Staat durch Schwarzarbeit mehr als 24 Milliarden Euro entgehen. Allein im vergangenen Jahr während der Zeit des Lockdowns ist die Schwarzarbeit um 1,8 Milliarden Euro gestiegen.

Peter Nemeth

Information für ausländische Arbeitnehmer
Dabei wurden den kontrollierten Lenkern von Mitarbeitern der Arbeiterkammer und der Wirtschaftskammer zweisprachige Informationsblätter überreicht, um die ausländischen Arbeitnehmer über ihre Rechte und ihre Pflichten aufzuklären. „Denn auch Lohndumping ist und bleibt ein massives Problem bei entsendeten Dienstnehmern“, ergänzt Finanzpolizei-Leiter Wilfried Lehner.

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Der Sozialversicherung nutzt der Kampf gegen Lohndumping ebenso wie unseren heimischen Firmen.

Gerhard Michalitsch

Und so „ganz nebenbei“ ging der Exekutive auch ein Ungar ins Netz, der einen illegalen Radarwarner in seinem SUV verbaut hatte. Auf den Mann wartet nun eine Geldstrafe von bis zu 5000 Euro.

 Burgenland-Krone
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