14.10.2021 06:00 |

Kinder stehen im Fokus

Wenn Grippewelle rollt, fehlen die Intensivbetten

Vermehrte Reisetätigkeit und verringerte Corona-Maßnahmen lassen Influenza-Gefahr steigen. Kinder sind Superspreader.

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Das Letzte, das wir brauchen, sind Spitäler, die sich zu den Covid-Erkrankten auch noch mit Influenza-Patienten füllen. Ziel muss sein, die Grippe-Epidemie so niedrig wie möglich zu halten, um einen weiteren Lockdown zu verhindern", appellierte Dr. Albrecht Prieler, Kinderarzt und Mitglied des Nationalen Impfgremiums, bei einer Pressekonferenz in Wien, die Influenza-Impfung unbedingt in Anspruch zu nehmen.

Experten rechnen mit heftiger Welle
Aktuellen Umfragen zufolge ist die Bereitschaft dazu gesunken. Im Vorjahr lag die Durchimpfung bei ca. 21 Prozent, laut WHO sollten es aber 75 Prozent sein! Die Experten rechnen für heuer mit einer heftigen Welle, weil wir zuletzt kaum Ansteckungen hatten und weltweite Lockerungen bevorstehen.

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Das Influenza-Virus breitet sich in Schulen und Kindergärten rasant aus, oft sind ganze Klassen betroffen.

Kinderarzt Dr. Albrecht Prieler, Burgenland

Das Virus trifft Corona-Risikogruppen besonders
Mittlerweile gibt es zudem mindestens drei Geburtenjahrgänge (240.000 Kinder), die nie Kontakt mit Influenza-Viren hatten und daher auch keine Immunität aufweisen. Im Fall einer Infektion könnten sie aufgrund ihrer hohen Viruslast und langen Infektiosität zu Superspreadern werden, warnte Virologin Priv.-Doz. Dr. Monika Redlberger-Fritz. Das gefährde Risikogruppen, die sowieso schon durch Corona bedroht sind, ganz besonders.

Karin Podolak
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