Der Grazer war bereits im Februar 2010 wegen eines Banküberfalles, Brandstiftung und zwei Einbrüchen festgenommen und in die Justizanstalt Graz Jakomini gebracht worden. Für diese Taten ist der Mann zu einer - noch nicht rechtskräftigen - Freiheitsstrafe von acht Jahren und wegen eines Suchtmitteldelikts zu einer - ebenfalls nicht rechtskräftigen - Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden.
Mit gestohlenem Bike Flucht angetreten
Da die Ermittler des Landeskriminalamtes den Verdacht hatten, dass der 39-Jährige noch für andere Delikte infrage kommen könnte, wurde kürzlich die Wohnung seiner Mutter überprüft. "Er ist immer ähnlich vorgegangen, war zu den Bankangestellten eher höflich und beruhigend und hatte einige Tage vor den Überfällen in der Nähe ein ihm zu kleines Mountainbike gestohlen", so Ermittler Wolfgang Ofner. Mit dem Bike war er dann stets zu seinem Fluchtauto geradelt.
Tatwaffe in Lautsprecherbox gefunden
Im Keller der Mutter fanden die Kriminalisten schließlich in einer Lautsprecherbox versteckt eine Faustfeuerwaffe und eine Maskierung. Bei der Pistole handelt es sich um eine kroatische HS2000 vom Kaliber 9 mm, die der Mann illegal auf einem Markt im bosnischen Tuzla gekauft haben soll. Die Maskierung war ein abgeschnittener Pulloverärmel mit Sehschlitzen, den er bei den Taten über den Kopf zog. Diese Gegenstände waren von anderen Überfällen her bekannt: auf ein Wettcafé in der Grazer Kärntner Straße im Februar 2008, auf die Raiffeisenkasse Edelsbach im Bezirk Feldbach im April 2009 und auf die Sparkasse in Pucking (Bezirk Linz Land).
Den Raub in Edelsbach hatte der Verdächtige relativ rasch zugegeben, die anderen Überfälle aber bisher immer bestritten. Nun zeigte er sich voll geständig. Laut Polizei dürfte der Mann wegen Drogenkonsums hohe Ausgaben gehabt haben, die er sich mit den Taten finanzierte.
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