Noch Hoffnung?

Pläne für Linzer Seilbahn nicht in der Schublade

Nach Graz, Wien und Linz denkt nun auch Innsbruck über eine Stadtseilbahn nach. Ob Ministerin Leonore Gewessler nun aber einen Kurswechsel erwägt – nicht mehr nur auf Schiene setzt – ist fraglich.

Mit der Gondel zur Arbeit – geht es nach SP-Stadtchef Klaus Luger und FP-Vize Markus Hein, könnte eine Stadtseilbahn im Linzer Süden in einigen Jahren tatsächlich eine Alternative zum täglichen „Stau-Murmeltier“ oder anderen Öffis wie Bahn, Bus oder Tram darstellen. Linz hatte sich bereits vor Jahren erstmals mit dem Thema auseinandergesetzt, Hein vor drei Jahren eine Machbarkeitsstudie ausarbeiten lassen. Weil man die Kosten für ein derartiges Gondel-Projekt alleine nicht stemmen kann, ist man auf die Hilfe des Bundes angewiesen. Und da beißt man auf Granit, wie auch der Bürgermeister zuletzt der „Krone“ bestätigte: „Eine Stadtseilbahn schwebt eben nicht auf Schienen. Ministerin Gewessler hat mir mitgeteilt, dass es nur Geld für Schienenprojekte gibt.“ Obwohl im türkis-grünen Regierungspakt zu lesen ist: „Innovationen, insbesondere betreffend Ökoeffizienzsteigerung und Nutzung von Seilbahnen als Verkehrsmittel werden begrüßt.“

„Bundesgelder können wir sicher abschreiben“
Auch wenn jüngst mit der Tiroler LH-Stv. Ingrid Felipe eine Parteikollegin Gewesslers ebenfalls eine Machbarkeitsstudie für eine Stadtseilbahn in Innsbruck präsentierte, rechnen Luger und Hein nicht mit einer Meinungsänderung. Letzterer: „Da gibt es keine Hoffnung mehr. Bundesgelder können wir mit dieser Ministerin abschreiben Und das ist traurig, denn die Regio-Stadtbahn hilft uns eben nur im Norden, nicht aber im Süden.“ In die Schublade will er die Pläne trotzdem nicht packen. Hein: „Die bleiben auf dem Tisch, damit ich sie, wenn die Zeit reif ist, griffbereit habe.“

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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Freitag, 24. September 2021
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