24.08.2021 11:37 |

„Keine Zeit verlieren“

Airbnb: Gratis Unterkunft für 20.000 Afghanen

Das Online-Buchungsportal Airbnb hat am Dienstag unmittelbare Hilfe für jene Menschen angekündigt, die von der Afghanistan-Krise betroffen sind. Das Unternehmen möchte vorübergehend 20.000 geflüchtete Menschen aus der Region kostenlos in seinen Unterkünften unterbringen. Es sei bei der Hilfe nun „keine Zeit zu verlieren“, so der Firmenchef.

„In der vergangenen Woche ist überdeutlich geworden, dass die Vertreibung und Neuansiedlung afghanischer Flüchtlinge hier in den Vereinigten Staaten und anderswo eine bedeutende humanitäre Krise darstellt, erklärte Airbnb in einer Pressemitteilung. Man wolle deshalb nun Taten sprechen lassen und der Gemeinschaft einen Dienst erweisen.

Eine zeitliche Begrenzung für die Aktion ist vorerst nicht vorgesehen - die genauen Details, wie sich Gastgeber dazu anmelden können, wolle man in den kommenden Tagen bekannt geben.

Firmenchef hilft bei Finanzierung
Finanziert werden die Wohnungen einerseits von der Plattform selbst, durch den Firmenchef Brian Chesky sowie durch Spenden, die über den eigens geschaffenen „Airbnb Refugee Fund“ eingehen. Er hoffe, dass andere Unternehmen einen ähnlichen Weg beschreiten - „es ist keine Zeit zu verlieren“, so Chesky.

Es handle sich bei der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan um „eine der größten humanitären Krisen unserer Zeit", erklärte das Unternehmen. Die Unterkünfte sollen daher weltweit zur Verfügung stehen.

Frist für Evakuierung läuft aus
Seit Mitte August haben allein die USA laut eigenen Angaben fast 50.000 Menschen aus Kabul ausgeflogen. Das Fristende für die Evakuierung mit 31. August naht jedoch mit großen Schritten. US-Präsident Joe Biden und auch Großbritanniens Premier Boris Johnson erwägen daher, die Taliban um eine Verlängerung zu bitten. Doch die neuen Machthaber in Afghanistan haben bereits im Vorfeld abgelehnt. Für sie käme es einer Verlängerung der Besatzung durch ausländische Kräfte gleich, wie es am Montag kundgetan wurde.

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