Bereits im Juli wurde eine Grazer Moschee Anlaufstelle für impfwillige Gläubige, am Freitag zog die Stadt Wien nach und entsandte einen Impfbus nach Favoriten. Vor einer Moschee des Vereins ATIB hoffte man im bevölkerungsreichsten Bezirk auf rege Teilnahme von Muslimen. Die Erwartungen aber wurden sogar übertroffen - die Aktion sei „super“ gelaufen. Die geplante Kapazität sei überdies überschritten worden, am Ende erhielten 163 Menschen ihr „Jaukerl“.
„Yeah! Impfaktion bei der Moschee Gudrunstraße lief super. Wir hatten eine geplante Impfkapazität von 140 Personen, geworden sind es am Ende sogar 163!“, freute sich Mario Dujaković, Mediensprecher von Stadtrat Peter Hacker, über den Impferfolg.
In den folgenden Wochen soll der Impfbus weiterhin Moscheen und Gebetshäuser ansteuern. Die Aktion (siehe auch Video oben) ist Teil einer Kooperation mit den Religionsgemeinschaften.
„Stärkste Antwort auf Corona"
Impfen sei „die stärkste Antwort auf Corona“, hatte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig am Freitag wissen lassen. Er war mit dem Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ), Ümit Vural, vor Ort. Vural hatte an Muslime appelliert, ihre Pflicht wahrzunehmen, andere Menschen zu schützen.
„Akt der Solidarität und Nächstenliebe“
Die Impfung sei ein Akt der Solidarität und Nächstenliebe, betonte Ludwig. Der Bezirk Favoriten sei dabei besonders wichtig, sei dieser doch mit 209.000 Einwohnern die drittgrößte „Stadt“ in Österreich nach Wien und Graz. Bei einer ähnlichen Aktion vor dem Stephansdom hätten sich bereits 600 Menschen impfen lassen.
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