Nach Pleite in Altach

„Jetzt ist‘s genug!“ Kühbauer bricht Interview ab

„Und jetzt ist‘s genug!“ Sprach Didi Kühbauer im Sky-Interview und stapfte sichtlich verärgert davon. Die Frage nach den „minimalistischen“ Offensiv-Bemühungen seiner Mannschaft bei der 1:2-Niederlage in Altach war zu viel für den Rapid-Cheftrainer gewesen.

Alles begann routinemäßig. Kühbauer analysierte zunächst den Auftritt seiner Mannschaft wie folgt: „Wenn du eigentlich das Spiel über die gesamte Zeit kontrollierst, die weitaus bessere Mannschaft bist und trotzdem als Verlierer vom Platz gehst, dann ist das ärgerlich.“ Angesprochen auf das Handspiel von Knasmüllner, das den letztlich entscheidenden Elfmeter für Altach nach sich zog, bewahrte er ebenfalls noch Contenance. „Die Situation beim Handspiel von Knasmüllner habe ich nicht gesehen. Natürlich soll das nicht passieren, aber ich habe es nicht gesehen, deshalb will ich nichts dazu sagen“, so Didi.

Schnippische Antworten
Aber die Frage nach den „minimalistischen“ Offensiv-Bemühungen seiner Truppe brachte Don Didi auf die Palme. Zunächst rang er mit der Contenance, antwortet zweimal schnippisch nur mit „Ja“ und startete dann die Gegenfrage an den Reporter, von dem er wissen wollte, ob er denn die deutliche Überlegenheit Rapids nicht erkannt hatte. Es sei halt nicht einfach, wenn eine Mannschaft wie Altach „zu zehnt“ hinten drinstehe (was im Übrigen eh niemand bestritt). Und außerdem habe seine Mannschaft in jüngerer Vergangenheit mit einer hohen Belastung zu kämpfen. Immerhin, Ansätze von Selbstkritik zeigte er doch: Seine Mannschaft hätte „den einen oder anderen Pass besser spielen können“.

In welchen Bereichen sich seine Mannschaft denn steigern müsse, wollte der Sky-Reporter abschließend noch wissen. Kühbauer: „Ich habe Ihnen schon gesagt, dass wir einer riesigen Belastung ausgesetzt sind. Und jetzt ist‘s genug. Danke!“ Sprach‘s und zog von dannen.

Canadi: Sieg „sehr verdient“
Übrigens: Nicht nur der Sky-Interviewer sah die von Kühbauer so gepriesene Rapid-Überlegenheit nicht gleich auf den ersten Blick. Auch Altach-Coach Damir Canadi sprach von einem „sehr verdienten Sieg“ seiner Mannschaft. Nur „in den ersten 20 Minuten haben wir gebraucht, bis wir ins Spiel finden. Dann waren wir richtig gut im Spiel, haben die Räume gut geschlossen und fast keine Torchance von Rapid zugelassen.“

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Montag, 27. September 2021
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