Eishockey-Liga

Salzburg gewinnt Krimi gegen VSV - Heimsieg für Caps

Sport
22.02.2011 22:06
Der Tabellenführer KAC kassierte am Dienstag im letzten Heimspiel des Grunddurchgangs der Eishockey-Liga eine böse 1:4-Pleite gegen Zagreb, kann diese aber leicht verschmerzen, denn Platz eins ist den Kärntnern nicht mehr zu nehmen. Salzburg und die Vienna Capitals feierten jeweils Heimsiege. Graz gewann in Jesenice, während die Black Wings Linz bei Fehervar mit 0:5 untergingen.

KAC - Zagreb 1:4 (0:1, 0:3, 1:0)
Der KAC hat sich nicht von seiner besten Seite gezeigt. Die als Sieger des Grunddurchganges feststehenden Kärntner unterlagen vor 3.500 Zuschauern Medvescak Zagreb mit 1:4. Zagreb fixierte damit seinen Platz im Viertelfinale und ist dort auch möglicher Gegner des KAC.

Der KAC war zwar optisch leicht überlegen, in den entscheidenden Situationen fehlten aber der Biss - jeweils vier Strafminuten auf beiden Seiten zeugen nicht von einem großen Kampf - und die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Einzig Manuel Geier vermochte im Schlussdrittel Zagreb-Goalie Robert Kristan zu bezwingen (51.). Zuvor hatten bereits Frank Banham (13.), Donald Maclean (22.), Dominik Kanaet (33.) und John Hecimovic (36.) für Zagreb getroffen.

Red Bull Salzburg - VSV 3:2 n.V. (1:2, 1:0, 0:0 - 1:0)
Meister Red Bull Salzburg hat seinen zweiten Platz in der vorletzten Runde des Grunddurchganges abgesichert. Der Titelverteidiger setzte sich vor 3.100 Zuschauern im Volksgarten gegen den Villacher SV mit 3:2 nach Verlängerung durch und hielt den Zwei-Punkte-Vorsprung auf die drittplatzierten Vienna Capitals. Die Salzburger untermauerten einmal mehr ihre Heimstärke, haben vor eigenem Publikum von 27 Partien 24 gewonnen. In direkten Saisonduellen erhöhten die "Bullen" auf 4:2.

In einem flotten ersten Drittel auf hohem Niveau waren die Gäste effizienter. Marvin Degon (7./PP2) und Jonathan Ferland (10./PP) sorgten für eine 2:1-Führung, nachdem Marco Brucker (3.) die Salzburger in Front gebracht hatte. Im Mittelabschnitt schaffte Salzburgs Topscorer Thomas Koch (25./PP) den Ausgleich und danach deutete vieles auf einen Sieg der Gastgeber hin.

Die "Bullen" spielten im Schlussdrittel wie entfesselt, die fehlende Kaltschnäuzigkeit im Abschluss sowie ein starker VSV-Goalie Gert Prohaska verhinderten allerdings eine Entscheidung nach 60 Minuten. Die Truppe von Coach Pierre Page ging aber trotzdem als Sieger vom Eis, da Matthias Trattnig (65.) in der Verlängerung in Überzahl traf. Aufseiten der Villacher kassierten nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung in der Verlängerung mit Roland Kaspitz, Jonathan Ferland, Joshua Langfeld und Derek Damon gleich vier Akteure eine Spieldauerdisziplinarstrafe.

Vienna Capitals - Olimpija Ljubljana 4:3 (2:1, 1:1, 1:1)
Die Vienna Capitals sind im letzten Heimspiel des Grunddurchgangs siegreich geblieben. Die Wiener setzten sich gegen Ljubljana mit 4:3 durch und gewannen damit in der heimischen Albert-Schultz-Halle zum bereits neunten Mal in Serie gegen die Slowenen. Die "Caps" fixierten eine Runde vor Beginn des Play-offs Platz drei. Ljubljana kämpft noch gegen Zagreb um Platz sieben.

Eine in Summe unterdurchschnittliche Partie in der mit 3.720 Zuschauern gefüllten Albert-Schultz-Halle bot nur wenig Tempo. Die Gäste gingen durch Burke Henry (12.) in Führung, die Capitals konterten aber durch Tore der wieder ins Team zurückgekehrten Benoit Gratton (13.) und Rafael Rotter (20.). Das Tor zum 2:1 im Powerplay fiel erst eine Sekunde vor Ende des ersten Drittels.

Mit der Führung im Rücken war die Mannschaft von Kevin Gaudet sichtlich mit dem Kopf bereits im Play-off. Nach dem dritten Treffer der Capitals durch Christian Dolezal (22.) stellte Ljubljana bis zur 45. Minute zwar auf 3:3, nur 56 Sekunden nach dem Ausgleich sorgte Marcel Rodman (46.) allerdings für das Siegtor.

Jesenice - Graz 99ers 1:3 (0:0, 0:2, 1:1)
Die Graz 99ers haben nach drei Niederlagen in Serie wieder Selbstvertrauen für das Play-off tanken können. Die Steirer setzten sich in Jesenice mit 3:1 durch. Für die Slowenen ist die Saison in der EBEL damit zu Ende. Die 99ers dürfen in der 54. Runde damit noch auf den Sprung auf den fünften Tabellenrang hoffen. Die Black Wings aus Linz liegen derzeit nur noch einen Zähler vor den Grazern, die am Freitag zu Hause die Vienna Capitals empfangen.

Christoph Harand beendete vor 2.843 Zuschauern in Jesenice nach 37:50 Minuten die Torsperre. Nicht einmal zwei Minuten später legte Topscorer Mike Ouellette (40.) entscheidend nach. Der Widerstand der Slowenen war dennoch noch nicht gebrochen. Nachdem Mickel Bayrack (54.) der späte Anschlusstreffer gelungen war, sorgte Patrick Harand in der Schlussminute noch für klare Verhältnisse.

Fehervar - Black Wings Linz  5:0 (1:0, 2:0, 2:0)
Die Black Wings Linz haben ihre Auswärtsmisere auch in der vorletzten Runde des Grunddurchganges nicht beenden können. Der Vizemeister unterlag dem Schlusslicht Fehervar auswärts klar mit 0:5 und ist in der Fremde damit schon seit sechs Partien sieglos. Die Truppe von Coach Kim Collins verpasste damit auch die vorzeitige Fixierung von Rang fünf, der Vorsprung auf die sechstplatzierten Graz 99ers beträgt nur mehr einen Punkt.

Ungarns Meister, der schon vor der Partie keine Chance mehr auf den Einzug ins Play-off hatte, verabschiedete sich im letzten Saisonheimspiel immerhin gebührend von den eigenen Fans. Es war der erste Heimsieg gegen die Oberösterreicher in der laufenden Saison und der zweite (im sechsten Spiel) insgesamt.

Arpad Mihaly brachte die Hausherren vor 2.500 Zuschauern schon nach drei Minuten in Führung. Im Mitteldrittel legten Oscar Ackeström (27./PP) und Fehervars Topscorer Balazs Ladanyi (32.) nach. Die Linzer hatten den Ungarn auch im Schlussabschnitt nicht viel entgegenzusetzen und mussten noch zwei weitere Gegentreffer durch Istvan Sofron (43.) und Andras Horvath (45./PP) hinnehmen.

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(Bild: KMM)



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