Klage eingebracht

Toni's Freilandeier im Visier: Hubmann kontert Vorwürfen

Steiermark
22.02.2011 14:47
Seltener Medienauftrieb in den Grazer Klubräumlichkeiten der KPÖ: Im Blitzlichtgewitter haben Abgeordneter Werner Murgg und zwei Ex-Firmenmitarbeiter am Dienstag schwere Vorwürfe gegen "Freiland-Toni" Hubmann (Bild) erhoben - Etikettenschwindel und Betrug! Der Eierproduzent reagiert mit Klagen und einer eidesstattlichen Erklärung.

Bereits vergangene Woche waren die ersten Anschuldigungen gegen den steirischen Vorzeigebetrieb ruchbar geworden (siehe Infobox), am Dienstagvormittag präzisierten zwei ehemalige Mitarbeiter - einer "live", einer am KPÖ-Telefon - die Vorwürfe.

Auf Anweisung von "ganz oben" habe man Etiketten ausgetauscht, um bereits gekühlte Eier als "Frischprodukte" verkaufen zu können. Eigentlich dürften sie aber nur noch als Industrieware in den Handel gelangen. Betriebsrat Alfred Herler und Produktionsleiter Kurt Wölfler hätten diese Beobachtungen 2009 und 2010 gemacht und auch die Behörden darüber informiert. Bis zu zehn Prozent aller Eier - bei einer Jahresproduktion von 80 Millionen wären das acht Millionen! - könnten von den Manipulationen betroffen gewesen sein, schätzt Herler.

Klage wegen Kreditschädigung
"Hier geht es nicht um die Erzeugung von Schlüsselanhängern, sondern um Lebensmittel", erklärt KPÖ-Abgeordneter Werner Murgg, warum er die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat. Schwere Vorwürfe, die Toni Hubmann nicht auf sich sitzen lässt. Sonderkontrollen in seiner Firma hätten keinerlei Beanstandungen ergeben, sämtliche Eier stammten garantiert aus Österreich. Und: "Der Schaden für meine Marke ist erheblich, ich habe die KPÖ und die Ex-Mitarbeiter bereits wegen Kreditschädigung geklagt!"

von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
Archivbild

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